Wie melde ich meine Selbständigkeit an?

Wie und wo Sie Ihre Selbständigkeit anmelden hängt von Ihrer gewählten Rechtsform ab und ob Ihre geplante selbständige Tätigkeit zu den Freien Berufen gehört oder ein Gewerbe ist:

Personenunternehmen für Freie Berufe und Gewerbe

Zu den Personenunternehmen zählen beispielsweise:

  • Einzelunternehmen (1 Person)
  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) für 2 Personen und mehr

Als Einzelunternehmer*in melden Sie Ihre selbständige Tätigkeit so an:

Als Freier Beruf

Als Gewerbetreibende*r

SchmuckbildDie Übermittlung des Formulars „Fragebogen für die steuerliche Erfassung“ ist seit dem 1. Januar 2021 ohne vorherige Aufforderung durch das Finanzamt verpflichtend!

 


Als Gesellschafter*in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) melden Sie Ihre selbständige Tätigkeit so an:

Als Freier Beruf

Als Gewerbetreibende*r

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Die Übermittlung des Formulars „Fragebogen für die steuerliche Erfassung“ ist seit dem 1. Januar 2021 ohne vorherige Aufforderung durch das Finanzamt verpflichtend!

Kapitalgesellschaften für Gewerbe

Zu den Kapitalgesellschaften zählen beispielsweise:

  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) (1 Person und mehr)
  • Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt (UG haftungsbeschränkt) (1 Person und mehr)

Bei Kapitalgesellschaften beinhaltet der Anmeldeprozess beispielsweise eine Abklärung des geplanten Firmennamens und Unternehmensgegenstandes, eine Beurkundung von (Muster-)Gründungsprotokoll und Gesellschaftsvertrag beim Notar, die Einzahlung des Stammkapitals,  die Anmeldung der Gesellschaft zum Handelsregister durch den Notar und dann erst die Gewerbeanmeldung sowie Anmeldung beim Finanzamt.

Planen Sie ausreichend Vorlaufzeit für diesen Anmeldeprozess ein und kalkulieren Sie die Kosten, die stark variieren können, je nachdem ob Sie mit Muster-Gründungsprotokoll gründen oder individuell ausgearbeitete Verträge aufsetzen.

Sie haben sich für eine Rechtsform entschieden und wissen, ob Sie als Freier Beruf oder Gewerbe starten? So melden Sie ihre selbständige Tätigkeit bei Gewerbeamt und Finanzamt an:

Anmeldung beim Gewerbeamt

Die Anmeldung muss vor oder gleichzeitig mit Beginn der Tätigkeit erfolgen.

Für die Gewerbeanmeldung ist die Stadt- oder Gemeindeverwaltung (Gewerbe- und Ordnungsamt) zuständig, bei der Sie künftig Ihren Betriebssitz haben werden. In der Stadt München wenden Sie sich an das Gewerbeamt im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Nutzen Sie für die Gewerbeanmeldung das Formular „Gewerbeanmeldung“ und bei Bedarf unsere Ausfüllhilfe mit Erläuterungen für jedes Feld der Gewerbeanmeldung.

Grundsätzlich besteht Gewerbefreiheit in Deutschland. Aber: Es gibt erlaubnispflichtige und überwachungsbedürftige Gewerbe , für die Sie besondere Unterlagen oder eine Erlaubnis benötigen. Für zulassungspflichtige Gewerbe im Handwerk benötigen Sie eine Zulassung der Handwerkskammer. Daneben gibt es im Handwerk zulassungsfreie und handwerksähnliche Tätigkeiten oder solche, die überhaupt nicht dem Handwerk zuzuordnen sind.

Zu den benötigten Unterlagen für eine Gewerbeanmeldung zählen unter anderem:

  • Vollständig ausgefülltes Formular Gewerbeanmeldung
  • Personalausweis oder Reisepass in Kopie
  • bei ausländischen Staatsangehörigen (ausgenommen EU-Länder):  gültige Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit in Kopie
  • bei Bevollmächtigung: eine schriftliche Vollmacht und Ausweis des Vollmachtgebers sowie des Bevollmächtigten in Kopie
  • bei Minderjährigen: Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (bei nebenberuflicher Tätigkeit) oder Genehmigung des Vormundschaftsgerichts (bei hauptberuflicher Tätigkeit)
  • bei im Handels-, Vereins- oder Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen: ein Registerauszug (mit allen Eintragungen) in Kopie
  • bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten: Kopie der Erlaubnis
  • bei Betrieb eines Vollhandwerkes: Kopie der Handwerkskarte

Je nach Rechtsform kostet die Gewerbeanmeldung zwischen 50 bis 60 Euro.

Die Gewerbebehörde bescheinigt den Empfang der Gewerbeanzeige mit dem sogenannten Gewerbeschein. Diese Bescheinigung besagt nicht, dass Sie zur Ausübung dieses Gewerbes berechtigt sind und ersetzt somit auch nicht eine etwaige erforderliche Erlaubnis.

Gewerbeanmeldung (PDF, 145 KB)

Ausfüllhilfe Gewerbeanmeldung (PDF, 142 KB)

Informieren Sie sich über weitere Unterlagen im Einzelfall online auf der Website der Münchner Gewerbehörde:
www.muenchen.de

Telefon: 089 233-96030

 

Gewerbe persönlich nach Terminvereinbarung anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Implerstraße 11, 81371 München
online Terminvereinbarung

Gewerbe per Post oder per Email anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Ruppertstr. 19, 80466 München
Email: gewerbemeldung.kvr@muenchen.de

Anmeldung beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

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Die Übermittlung des Formulars „Fragebogen für die steuerliche Erfassung“ ist seit dem 1. Januar 2021 ohne vorherige Aufforderung durch das Finanzamt verpflichtend!

 

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München.

Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  – die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten. Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit mitteilen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Zusammengefasst: Eine Zuteilung der Steuernummer und eine umsatzsteuerliche Erfassung können erst dann erfolgen, wenn der ausgefüllte Fragebogen zusammen mit den erforderlichen Unterlagen beim Finanzamt vorliegt. Die Steuernummer benötigen Sie, um Rechnungen stellen zu können.

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen.

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Steuer-ID, Steuernummer und Umsatzsteuer-ID?
    • Die Steuer-ID (steuerliche Identifikationsnummer) besteht aus 11 Ziffern, sie ist personenbezogen, gilt ein Leben lang und wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben
    • Die Steuernummer besteht aus 10 bis 11 Ziffern, die meist durch zwei Schrägstriche getrennt werden. Sie wird von Ihrem zuständigen Finanzamt im Rahmen der steuerlichen Erfassung erteilt zum Beispiel wenn Sie Arbeitnehmer*in sind oder freiberuflicher bzw. gewerbliche tätig werden. Es ist möglich, mehrere Steuernummer zu haben, zum Beispiel wenn Sie angestellt sind und nebenbei selbständig arbeiten.
    • Die Umsatzsteuer-ID (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, USt-IdNr.) beginnt mit dem EU-Länderkürzel, DE für Deutschland, gefolgt von bis zu zwölf Ziffern. Sie wird Unternehmer*innen zusätzlich zur oben genannten Steuernummer für ihre gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit erteilt und zwar vom Bundeszentralamt für Steuern. Gründer*innen können die Umsatzsteuer-ID auch im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beantragen. Sie ist für die Abwicklung von Geschäften zwischen Unternehmen in verschiedenen Ländern der Europäischen Union wichtig.

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Steuern und Buchführung

 

 

Kleinunternehmen, Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung

Was ist ein Kleinunternehmen?

Ein Kleinunternehmen ist keine eigene Rechtsform oder festgelegte Unternehmensform. Der Begriff wird in der Umgangssprache häufig verwendet.  Viele Gründer*innen verbinden damit eine selbständige Tätigkeit ohne eigene Beschäftigte, einem geringen Risiko, einem kleineren Management- und Verwaltungsaufwand und einem überschaubaren Umsatz.  Das alles kann zutreffen, muss es aber nicht. Um eine Vorstellung zu gewinnen, was ein Kleinunternehmen ist, ist die Definition der Europäischen Kommission für die sogenannten kleinen und mittleren Unternehmen interessant. Diese legt genaue Größenschwellen fest, die nicht unbedingt „klein“ sind.

In der Geschäftswelt relevanter sind dagegen die Fachbegriffe Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung. Beide haben thematisch nichts miteinander zu tun haben, werden aber häufig verwechselt:

Habe ich ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe haben Sie dann, wenn Sie ein Gewerbe anmelden und sich als Einzelunternehmer*in selbständig machen und mit weniger als 60.000 Euro Gewinn und weniger als 600.000 Euro Umsatz im Jahr rechnen. Sie sind damit von den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, kurz HGB und der Eintragspflicht in das Handelsregister befreit.
⇒ Für Sie gilt das Bürgerliche Gesetzbuch, kurz BGB.
⇒ Zur Gewinnermittlung gegenüber dem Finanzamt reicht eine einfache Buchführung mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus.

Ein wichtiger Aspekt beim Kleingewerbe ist also die Art der Gewinnermittlung. Überschreiten Sie als gewerbliches Einzelunternehmen die oben genannte Gewinn- oder Umsatzschwelle, dann müssen Sie Ihren Gewinn nach der doppelten Buchführung ermitteln und das beinhaltet auch die jährliche Erstellung einer Bilanz sowie einer Gewinn- und Verlustrechnung. Damit verbunden ist auch eine Eintragung im Handelsregister.

Der Begriff Kleingewerbe sagt nichts darüber aus, ob Sie in Ihren Rechnungen Umsatzsteuer ausweisen oder die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.

Viele kleine Unternehmen werden auch nicht als Kleingewerbe bezeichnet, da Sie beispielsweise in einem Freien Beruf tätig sind. Für Freiberufler*innen gilt in der Regel die einfache Buchführung und zwar unabhängig von Betriebsgröße, Umsatz und Gewinn.

Ich will die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen – wie mache ich das?

Sie planen eine Selbständigkeit als Gewerbe oder im Freier Beruf und rechnen im Gründungsjahr mit weniger als 22.000 Euro Brutto-Jahresumsatz? Dann können Sie im Formular zur Anmeldung beim Finanzamt, dem sogenannten Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, ankreuzen, dass Sie die Kleinunternehmer-Regelung nach dem Umsatzsteuergesetzt, kurz UStG in Anspruch nehmen möchten. Sie weisen dann keine Umsatzsteuer in Ihren Rechnungen aus und begründen dies beispielsweise mit dem abgedruckten Hinweis: „Gemäß § 19 Abs. 1 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“ Da Sie keine Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen, können Sie auch nicht selbst gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt als Vorsteuer erstattet bekommen.

Tipp: Die Gesamtumsatzgrenze von 22.000 Euro enthält bereits die Umsatzsteuer und bezieht sich immer auf ein ganzes Kalenderjahr. Wer mit der Selbständigkeit während des Jahres startet, muss den voraussichtlichen Umsatz also auf zwölf Monate hochrechnen.

Die Links zu Praxisbeispielen und FAQs zur Kleinunternehmerregelung finden Sie unter „Betriebliche Steuern“.

Ich bin noch nicht 18 Jahre – kann ich mich selbständig machen?

Als minderjährig gilt, wer das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Minderjährige gelten im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) als beschränkt geschäftsfähig und dürfen eine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit nur unter bestimmten Voraussetzungen (§ 112 Absatz 1des BGB ) starten:

  1. Ermächtigung des gesetzlichen Vertreters, in der Regel der Eltern
  2. Genehmigung des Familiengericht

Das Familiengericht prüft vor Erteilung der Genehmigung ob Sie die für den Betrieb eines Unternehmens erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen. Hintergrund ist unter anderem, dass der Minderjährige davor geschützt werden soll, unbedarft Verpflichtungen einzugehen, die ihm oder ihr erheblichen finanziellen Schaden bereiten können. Wenn die Genehmigung vorliegt, können Sie mit voller rechtlicher Verantwortung die üblichen mit einem Unternehmen verbundenen Geschäfte für das Unternehmen ausführen – von steuerlichen Verpflichtungen bis hin zu Verträgen mit Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden. Ausnahmen gibt es für spezielle Geschäfte wie beispielsweise die Aufnahme eines Kredits, der Erwerb einer Immobilie oder die Erteilung von Prokura.

Informationen & Kontakte

IHK Offenbach: Gewerbeausübung durch Minderjährige

Familiengericht im Amtsgericht München

 

Wo und wie melde ich mein Gewerbe an?

Ihr Gewerbe melden Sie sowohl bei der Gewerbebehörde als auch beim Finanzamt an.

1. Schritt: Gewerbeanmeldung bei der Gewerbebehörde

Für die Gewerbeanmeldung ist die Stadt- oder Gemeindeverwaltung (Gewerbe- und Ordnungsamt) zuständig, bei der Sie künftig Ihren Betriebssitz haben werden. In der Stadt München wenden Sie sich an das Gewerbeamt im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Nutzen Sie für die Gewerbeanmeldung das Formular „Gewerbeanmeldung“ und bei Bedarf unsere Ausfüllhilfe mit Erläuterungen für jedes Feld der Gewerbeanmeldung.

Grundsätzlich besteht Gewerbefreiheit in Deutschland. Aber: Es gibt erlaubnispflichtige und überwachungsbedürftige Gewerbe , für die Sie besondere Unterlagen oder eine Erlaubnis benötigen. Für zulassungspflichtige Gewerbe im Handwerk benötigen Sie eine Zulassung der Handwerkskammer. Daneben gibt es im Handwerk zulassungsfreie und handwerksähnliche Tätigkeiten oder solche, die überhaupt nicht dem Handwerk zuzuordnen sind.

Zu den benötigten Unterlagen für eine Gewerbeanmeldung zählen unter anderem:

  • Vollständig ausgefülltes Formular Gewerbeanmeldung
  • Personalausweis oder Reisepass in Kopie
  • bei ausländischen Staatsangehörigen (ausgenommen EU-Länder):  gültige Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit in Kopie
  • bei Bevollmächtigung: eine schriftliche Vollmacht und Ausweis des Vollmachtgebers sowie des Bevollmächtigten in Kopie
  • bei Minderjährigen: Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (bei nebenberuflicher Tätigkeit) oder Genehmigung des Vormundschaftsgerichts (bei hauptberuflicher Tätigkeit)
  • bei im Handels-, Vereins- oder Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen: ein Registerauszug (mit allen Eintragungen) in Kopie
  • bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten: Kopie der Erlaubnis
  • bei Betrieb eines Vollhandwerkes: Kopie der Handwerkskarte

Die Anmeldung muss vor oder gleichzeitig mit Beginn der Tätigkeit erfolgen.

Je nach Rechtsform kostet die Gewerbeanmeldung zwischen 50 bis 60 Euro.

Die Gewerbebehörde bescheinigt den Empfang der Gewerbeanzeige mit dem sogenannten Gewerbeschein. Diese Bescheinigung besagt nicht, dass Sie zur Ausübung dieses Gewerbes berechtigt sind und ersetzt somit auch nicht eine etwaige erforderliche Erlaubnis.

Gewerbeanmeldung (PDF, 145 KB)

Ausfüllhilfe Gewerbeanmeldung (PDF, 142 KB)

Informieren Sie sich über weitere Unterlagen im Einzelfall online auf der Website der Münchner Gewerbehörde:
www.muenchen.de

Telefon: 089 233-96030

 

Gewerbe persönlich nach Terminvereinbarung anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Implerstraße 11, 81371 München
online Terminvereinbarung

Gewerbe per Post oder per Email anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Ruppertstr. 19, 80466 München
Email: gewerbemeldung.kvr@muenchen.de

 

2. Schritt: Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  – die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Zusammengefasst: Eine Zuteilung der Steuernummer und eine umsatzsteuerliche Erfassung können erst dann erfolgen, wenn der ausgefüllte Fragebogen zusammen mit den erforderlichen Unterlagen beim Finanzamt vorliegt. Die Steuernummer benötigen Sie, um Rechnungen stellen zu können.

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen.

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Wie melden Freiberufler eine GbR an?

Als zukünftige*r Freiberufler*in melden Sie Ihre unternehmerische Tätigkeit beim Finanzamt an.

Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  – die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung: Gründung einer Personengesellschaft / -gemeinschaft“ auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten. Wichtig: Sie müssen für das Finanzamt nur einen Fragebogen für die GbR als Personengesellschaft ausfüllen.

Das Finanzamt erteilt Ihnen nach Prüfung des Fragebogens eine Steuernummer für Ihre unternehmerische Tätigkeit. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen. Sie sind sich nicht sicher, ob es sich bei Ihre geplanten Tätigkeit nicht doch um Gewerbe handelt? Oder qualifiziert sich ein*e Gesellschafter*in der GbR nicht für die Freien Berufe, sondern für eine Gewerbe? Hier nachlesen

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Mehr zu Rechtsformen erfahren Sie hier

Wie melden Gewerbetreibende eine GbR an?

Sie planen zu zweit oder mit weiteren Partnern eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, kurz GbR, zu gründen?

So melden Gewerbetreibende die GbR bei den Behörden an:

1. Schritt: Gewerbeanmeldung bei der Gewerbebehörde

Für die Gewerbeanmeldung ist die Stadt- oder Gemeindeverwaltung (Gewerbe- und Ordnungsamt) zuständig, bei der Sie künftig Ihren Betriebssitz haben werden. In der Stadt München wenden Sie sich an das Gewerbeamt im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Nutzen Sie für die Gewerbeanmeldung das Formular „Gewerbeanmeldung“ und bei Bedarf unsere Ausfüllhilfe mit Erläuterungen für jedes Feld der Gewerbeanmeldung.

Wichtig: Jede*r Gesellschafter*in füllt eine eigene Gewerbeanmeldung aus und nennt im Feld 1 des Formulars die Namen der anderen Gesellschafter. Die Gewerbeanmeldung kostet pro Gesellschafter*in 50 Euro.

Grundsätzlich besteht Gewerbefreiheit in Deutschland. Aber: Es gibt erlaubnispflichtige und überwachungsbedürftige Gewerbe , für die Sie besondere Unterlagen oder eine Erlaubnis benötigen. Für zulassungspflichtige Gewerbe im Handwerk benötigen Sie eine Zulassung der Handwerkskammer. Daneben gibt es im Handwerk zulassungsfreie und handwerksähnliche Tätigkeiten oder solche, die überhaupt nicht dem Handwerk zuzuordnen sind.

Zu den benötigten Unterlagen für eine Gewerbeanmeldung zählen unter anderem:

  • Vollständig ausgefülltes Formular Gewerbeanmeldung
  • Personalausweis oder Reisepass in Kopie
  • bei ausländischen Staatsangehörigen (ausgenommen EU-Länder):  gültige Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit in Kopie
  • bei Bevollmächtigung: eine schriftliche Vollmacht und Ausweis des Vollmachtgebers sowie des Bevollmächtigten in Kopie
  • bei Minderjährigen: Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (bei nebenberuflicher Tätigkeit) oder Genehmigung des Vormundschaftsgerichts (bei hauptberuflicher Tätigkeit)
  • bei im Handels-, Vereins- oder Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen: ein Registerauszug (mit allen Eintragungen) in Kopie
  • bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten: Kopie der Erlaubnis
  • bei Betrieb eines Vollhandwerkes: Kopie der Handwerkskarte

Die Anmeldung muss vor oder gleichzeitig mit Beginn der Tätigkeit erfolgen.

Die Gewerbebehörde bescheinigt den Empfang der Gewerbeanzeige mit dem sogenannten Gewerbeschein. Diese Bescheinigung besagt nicht, dass Sie zur Ausübung dieses Gewerbes berechtigt sind und ersetzt somit auch nicht eine etwaige erforderliche Erlaubnis.

Gewerbeanmeldung (pdf, 145 KB)

Ausfüllhilfe Gewerbeanmeldung (pdf, 142 KB)

Informieren Sie sich über weitere Unterlagen im Einzelfall online auf der Website der Münchner Gewerbehörde:
www.muenchen.de

Tel.: 089 233-96030

 

Gewerbe persönlich nach Terminvereinbarung anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Implerstraße 11, 81371 München
online Terminvereinbarung

Gewerbe per Post oder per Email anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Ruppertstr. 19, 80466 München
Email: gewerbemeldung.kvr@muenchen.de

 

2. Schritt: Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  – die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung: Gründung einer Personengesellschaft / -gemeinschaft“ auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten. Wichtig: Im Gegensatz zur Gewerbeanmeldung müssen Sie für das Finanzamt nur einen Fragebogen für die GbR als Personengesellschaft ausfüllen.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Zusammengefasst: Eine Zuteilung der Steuernummer und eine umsatzsteuerliche Erfassung können erst dann erfolgen, wenn der ausgefüllte Fragebogen zusammen mit den erforderlichen Unterlagen beim Finanzamt vorliegt. Die Steuernummer benötigen Sie, um Rechnungen stellen zu können.

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Wo und wie melde ich meine freiberufliche Tätigkeit an?

Als zukünftiger Freiberufler*in melden Sie Ihre unternehmerische Tätigkeit beim Finanzamt an.

Anmeldung beim Finanzamt: online über ELSTER

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  – die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen.

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.