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Finanzierung & Förderung

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Gewerbe oder Freier Beruf?

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Rechtsform

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Steuern und Buchführung

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Betriebliche Versicherungen

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Private Absicherung

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Steuern und Buchführung

Betriebliche Steuern

Umsatzsteuer

Als Gründer*in müssen Sie beim Finanzamt eine vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Ergibt Ihre Schätzung, dass die Umsatzsteuer für das Jahr voraussichtlich mehr als 7.500 Euro betragen wird, müssen Sie eine monatliche Voranmeldungen abgeben. Wenn Sie sich für die sogenannte „Kleinunternehmerregelung“ entscheiden, führen Sie keine Umsatzsteuer an das Finanzamt ab.

Gewerbesteuer

Besteuert wird der erzielte Gewerbeertrag (entspricht in etwa dem Gewinn) aus einer selbständigen gewerblichen Tätigkeit. Für Personenunternehmen gilt ein Freibetrag von 24.500 € und ein Teil der gezahlten Gewerbesteuer können diese Unternehmer*innen auf ihre Einkommensteuer anrechnen. Für Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH/UG) gibt es keinen Freibetrag bei der Gewerbesteuer. Die Gewerbesteuer ist eine kommunale Steuer.

Körperschaftssteuer

Besteuert wird der Gewinn von Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH/UG). Der Steuersatz liegt pauschal bei 15%.

Mehr Informationen

Video: Steuerüberblick

www.muenchen.de/gruendung

Landeshauptstadt München – Gewerbesteuer

stadt.muenchen.de

IHK München: Gewerbesteuer mit Rechenbeispiel

www.ihk-muenchen.de

IHK München: Steuerliche Pflichten

www.ihk-muenchen.de

IHK München: Steuertermine

www.ihk-muenchen.de

Finanzamt München: Steuertipps zur Existenzgründung

www.bestellen.bayern.de

Persönliche Steuern

Einkommensteuer

Besteuert wird das Einkommen natürlicher Personen, d.h. die Summe aller Einkünfte. Das umfasst z.B. Einkünfte aus selbständiger Arbeit (Freie Berufe), Einkünfte aus Gewerbebetrieb sowie Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (aus einem Angestelltenverhältnis). Es handelt sich um einen progressiven Steuersatz, d.h. der Steuersatz ist gekoppelt an die Höhe des Einkommens.

Mehr Informationen

Abgabenrechner des Finanzministeriums

www.bmf-steuerrechner.de

Finanzamt München – Einkommensteuer

www.finanzamt.bayern.de

Existenzgründungsportal des BMWK – Steuern

www.existenzgruender.de

Buchführung

Generell wird zwischen der einfachen Buchführung (mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung = EÜR) und der doppelten Buchführung (mit jährlicher Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung) unterschieden. Die EÜR ist in der Anwendung einfacher und günstiger während die doppelte Buchführung deutlich höhere laufende Kosten für Steuerberatung und ggf. auch Buchhaltung verursacht. Die einfache
Buchführung ist ausreichend bis zu einem jährlichen Umsatz von 600.000 € und einem jährlichen Gewinn von 60.000 €. Bei Überschreiten einer der beiden Grenzen wird allerdings die doppelte Buchführung verpflichtend (nach Aufforderung durch das Finanzamt)!

Bitte beachten Sie jedoch folgende Ausnahmen:

  • Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH/UG) sind immer zur doppelten Buchführung verpflichtet, unabhängig von
    Umsatz oder Gewinn.
  • Für Selbständige in den Freien Berufen ist die einfache Buchführung immer ausreichend, unabhängig von
    Umsatz oder Gewinn.

Mehr Informationen

IHK München: Buchführung und Rechnungswesen

www.ihk-muenchen.de

IHK München: Aufbewahrungsfristen

www.ihk-muenchen.de

Gründerplattform: Einfache Buchführung – so funktioniert sie

gruenderplattform.de

Gründerplattform: Doppelte Buchführung

gruenderplattform.de

VHS München: Kurse zur Buchführung

www.mvhs.de

b.b.h. Bundesverband: Video Tutorials rund um die Buchführung

www.bbh.de

Rechnungen richtig stellen

Falsch ausgestellte Rechnungen führen in der Praxis oft zu Zahlungsverzögerungen. Achten Sie bei der Rechnungsstellung darauf, dass die Rechnung  alle gesetzlich vorgeschriebenen Angaben enthält. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Rechnungen für Waren, Dienstleistungen oder Honorare handelt. Nutzen Sie die Kleinunternehmerrechnungen nach § 19 des Umsatzsteuergesetzes (UStG)? Oder wollen eine Kleinbetragsrechnung ausstellen? Auch hierfür gibt es Pflichtangaben.

Mehr Informationen

Gründungsportal des Bundes: Rechnungen richtig stellen

www.existenzgruender.de

IHK München: Pflichtangaben in Rechnungen

www.ihk-muenchen.de

IHK München: Elektronische Rechnungen

www.ihk-muenchen.de

Finanzamt München: Muster für Rechnungen

www.finanzamt.bayern.de

Freie Berufe: Wie schreibe ich eine Rechnung? (PDF 535 KB)

http://ifb.uni-erlangen.de
Tipps

Tipps

Es gibt viele steuerliche Besonderheiten und Ausnahmen. Bitte informieren Sie sich und nehmen Sie auch die Hilfe einer Steuerberatung in Anspruch!

Bitte beachten Sie: Diese Informationen sind rechtlich unverbindlich und können keine Rechts- bzw. Steuerberatung ersetzen! Bitte wenden Sie sich für Detailfragen steuerlicher oder rechtlicher Natur an Steuerberater*innen bzw. eine Rechtsanwalts-Kanzlei.

Hilfe bei der Steuerberatersuche

www.bstbk.de

Hilfe bei der Rechtstanwaltssuche

www.anwaltsauskunft.de

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Steuer-ID, Steuernummer und Umsatzsteuer-ID?
  • Die Steuer-ID (steuerliche Identifikationsnummer) besteht aus 11 Ziffern, sie ist personenbezogen, gilt ein Leben lang und wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben.
  • Die Steuernummer besteht aus 10 bis 11 Ziffern, die meist durch zwei Schrägstriche getrennt werden. Sie wird Ihnen vom zuständigen Finanzamt im Rahmen der steuerlichen Erfassung mitgeteilt z.B. wenn Sie Arbeitnehmer*in sind oder freiberuflicher bzw. gewerbliche tätig werden. Es ist möglich, mehrere Steuernummer parallel zu haben, z.B. wenn Sie angestellt sind und nebenbei selbständig arbeiten. Mehr zum Thema Anmeldung finden Sie hier.
  • Die Umsatzsteuer-ID (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, USt-IdNr.) beginnt mit dem EU-Länderkürzel, DE für Deutschland, gefolgt von bis zu zwölf Ziffern. Sie wird Unternehmer*innen zusätzlich zur oben genannten Steuernummer für ihre gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit erteilt und zwar vom Bundeszentralamt für Steuern. Gründer*innen können die Umsatzsteuer-ID auch im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beantragen. Sie ist für die Abwicklung von Geschäften zwischen Unternehmen in verschiedenen Ländern der Europäischen Union wichtig.

Mehr zum Thema Steuern und Buchführung finden Sie hier.

 

 

Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung

Bin ich ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe sind Sie dann, wenn Sie ein Gewerbe anmelden und sich als Einzelunternehmer selbständig machen und mit weniger als 60.000 Euro Gewinn und weniger als 600.000 Euro Umsatz im Jahr rechnen.
⇒ Für Sie gilt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB).
⇒ Zur Gewinnermittlung gegenüber dem Finanzamt reicht eine einfache Buchführung mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus.

Ein wichtiger Aspekt beim Kleingewerbe ist also die Art der Gewinnermittlung. Überschreiten Sie als gewerbliches Einzelunternehmen die oben genannte Gewinn- oder Umsatzschwelle, dann müssen Sie Ihren Gewinn nach der doppelten Buchführung ermitteln und das beinhaltet auch die jährliche Erstellung einer Bilanz sowie einer Gewinn- und Verlustrechnung.

Der Begriff Kleingewerbe sagt nichts darüber aus, ob Sie in Ihren Rechnungen Umsatzsteuer ausweisen oder die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.

Ich will die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen – wie mache ich das?

Sie planen eine Selbständigkeit (als Gewerbe oder im Freier Beruf) und rechnen im Gründungsjahr mit weniger als 22.000 € Brutto-Jahresumsatz? Dann können Sie im Formular zur Anmeldung beim Finanzamt, dem sogenannten Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, ankreuzen, dass Sie die Kleinunternehmer-Regelung in Anspruch nehmen möchten. Sie weisen dann keine Umsatzsteuer in Ihren Rechnungen aus und begründen dies beispielsweise mit dem abgedruckten Hinweis: „Gemäß § 19 Abs. 1 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“ Da Sie keine Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen, können Sie auch nicht selbst gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt als Vorsteuer erstattet bekommen.

Tipp: Die Gesamtumsatzgrenze von 22.000€ enthält bereits die Umsatzsteuer und bezieht sich immer auf ein ganzes Kalenderjahr. Wer mit der Selbständigkeit während des Jahres startet, muss den voraussichtlichen Umsatz also auf zwölf Monate hochrechnen.

Mehr zum Thema Steuern und Buchführung finden Sie hier.