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Anmeldung

Wo und wie melde ich meine freiberufliche Tätigkeit an?

Als zukünftiger Freiberufler*in melden Sie Ihre unternehmerische Tätigkeit beim Finanzamt an.

Anmeldung beim Finanzamt: online über ELSTER

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen.

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Wo und wie melde ich mein Gewerbe an?

Ihr Gewerbe melden Sie sowohl bei der Gewerbebehörde als auch beim Finanzamt an.

1. Schritt: Gewerbeanmeldung bei der Gewerbebehörde

Für die Gewerbeanmeldung ist die Stadt- oder Gemeindeverwaltung (Gewerbe- und Ordnungsamt) zuständig, bei der Sie künftig Ihren Betriebssitz haben werden. In der Stadt München wenden Sie sich an das Gewerbeamt im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Nutzen Sie für die Gewerbeanmeldung das Formular "Gewerbeanmeldung" und bei Bedarf unsere Ausfüllhilfe mit Erläuterungen für jedes Feld der Gewerbeanmeldung.

Grundsätzlich besteht Gewerbefreiheit in Deutschland. Aber: Es gibt erlaubnispflichtige und überwachungsbedürftige Gewerbe , für die Sie besondere Unterlagen oder eine Erlaubnis benötigen. Für zulassungspflichtige Gewerbe im Handwerk benötigen Sie eine Zulassung der Handwerkskammer. Daneben gibt es im Handwerk zulassungsfreie und handwerksähnliche Tätigkeiten oder solche, die überhaupt nicht dem Handwerk zuzuordnen sind.

Zu den benötigten Unterlagen für eine Gewerbeanmeldung zählen unter anderem:

  • Vollständig ausgefülltes Formular Gewerbeanmeldung
  • Personalausweis oder Reisepass in Kopie
  • bei ausländischen Staatsangehörigen (ausgenommen EU-Länder):  gültige Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit in Kopie
  • bei Bevollmächtigung: eine schriftliche Vollmacht und Ausweis des Vollmachtgebers sowie des Bevollmächtigten in Kopie
  • bei Minderjährigen: Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (bei nebenberuflicher Tätigkeit) oder Genehmigung des Vormundschaftsgerichts (bei hauptberuflicher Tätigkeit)
  • bei im Handels-, Vereins- oder Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen: ein Registerauszug (mit allen Eintragungen) in Kopie
  • bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten: Kopie der Erlaubnis
  • bei Betrieb eines Vollhandwerkes: Kopie der Handwerkskarte

Die Anmeldung muss vor oder gleichzeitig mit Beginn der Tätigkeit erfolgen.

Je nach Rechtsform kostet die Gewerbeanmeldung zwischen 50 bis 60 Euro.

Die Gewerbebehörde bescheinigt den Empfang der Gewerbeanzeige mit dem sogenannten Gewerbeschein. Diese Bescheinigung besagt nicht, dass Sie zur Ausübung dieses Gewerbes berechtigt sind und ersetzt somit auch nicht eine etwaige erforderliche Erlaubnis.

Gewerbeanmeldung (PDF, 145 KB)

Ausfüllhilfe Gewerbeanmeldung (PDF, 142 KB)

Informieren Sie sich über weitere Unterlagen im Einzelfall online auf der Website der Münchner Gewerbehörde:
www.muenchen.de

Telefon: 089 233-96030

 

Gewerbe persönlich nach Terminvereinbarung anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Implerstraße 11, 81371 München
online Terminvereinbarung

Gewerbe per Post oder per Email anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Ruppertstr. 19, 80466 München
Email: gewerbemeldung.kvr@muenchen.de

 

2. Schritt: Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Zusammengefasst: Eine Zuteilung der Steuernummer und eine umsatzsteuerliche Erfassung können erst dann erfolgen, wenn der ausgefüllte Fragebogen zusammen mit den erforderlichen Unterlagen beim Finanzamt vorliegt. Die Steuernummer benötigen Sie, um Rechnungen stellen zu können.

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen.

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Wie melden Gewerbetreibende eine GbR an?

Sie planen zu zweit oder mit weiteren Partnern eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, kurz GbR, zu gründen?

So melden Gewerbetreibende die GbR bei den Behörden an:

1. Schritt: Gewerbeanmeldung bei der Gewerbebehörde

Für die Gewerbeanmeldung ist die Stadt- oder Gemeindeverwaltung (Gewerbe- und Ordnungsamt) zuständig, bei der Sie künftig Ihren Betriebssitz haben werden. In der Stadt München wenden Sie sich an das Gewerbeamt im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Nutzen Sie für die Gewerbeanmeldung das Formular "Gewerbeanmeldung" und bei Bedarf unsere Ausfüllhilfe mit Erläuterungen für jedes Feld der Gewerbeanmeldung.

Wichtig: Jede*r Gesellschafter*in füllt eine eigene Gewerbeanmeldung aus und nennt im Feld 1 des Formulars die Namen der anderen Gesellschafter. Die Gewerbeanmeldung kostet pro Gesellschafter*in 50 Euro.

Grundsätzlich besteht Gewerbefreiheit in Deutschland. Aber: Es gibt erlaubnispflichtige und überwachungsbedürftige Gewerbe , für die Sie besondere Unterlagen oder eine Erlaubnis benötigen. Für zulassungspflichtige Gewerbe im Handwerk benötigen Sie eine Zulassung der Handwerkskammer. Daneben gibt es im Handwerk zulassungsfreie und handwerksähnliche Tätigkeiten oder solche, die überhaupt nicht dem Handwerk zuzuordnen sind.

Zu den benötigten Unterlagen für eine Gewerbeanmeldung zählen unter anderem:

  • Vollständig ausgefülltes Formular Gewerbeanmeldung
  • Personalausweis oder Reisepass in Kopie
  • bei ausländischen Staatsangehörigen (ausgenommen EU-Länder):  gültige Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit in Kopie
  • bei Bevollmächtigung: eine schriftliche Vollmacht und Ausweis des Vollmachtgebers sowie des Bevollmächtigten in Kopie
  • bei Minderjährigen: Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (bei nebenberuflicher Tätigkeit) oder Genehmigung des Vormundschaftsgerichts (bei hauptberuflicher Tätigkeit)
  • bei im Handels-, Vereins- oder Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen: ein Registerauszug (mit allen Eintragungen) in Kopie
  • bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten: Kopie der Erlaubnis
  • bei Betrieb eines Vollhandwerkes: Kopie der Handwerkskarte

Die Anmeldung muss vor oder gleichzeitig mit Beginn der Tätigkeit erfolgen.

Die Gewerbebehörde bescheinigt den Empfang der Gewerbeanzeige mit dem sogenannten Gewerbeschein. Diese Bescheinigung besagt nicht, dass Sie zur Ausübung dieses Gewerbes berechtigt sind und ersetzt somit auch nicht eine etwaige erforderliche Erlaubnis.

Gewerbeanmeldung (pdf, 145 KB)

Ausfüllhilfe Gewerbeanmeldung (pdf, 142 KB)

Informieren Sie sich über weitere Unterlagen im Einzelfall online auf der Website der Münchner Gewerbehörde:
www.muenchen.de

Tel.: 089 233-96030

 

Gewerbe persönlich nach Terminvereinbarung anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Implerstraße 11, 81371 München
online Terminvereinbarung

Gewerbe per Post oder per Email anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Ruppertstr. 19, 80466 München
Email: gewerbemeldung.kvr@muenchen.de

 

2. Schritt: Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung: Gründung einer Personengesellschaft / -gemeinschaft" auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten. Wichtig: Im Gegensatz zur Gewerbeanmeldung müssen Sie für das Finanzamt nur einen Fragebogen für die GbR als Personengesellschaft ausfüllen.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Zusammengefasst: Eine Zuteilung der Steuernummer und eine umsatzsteuerliche Erfassung können erst dann erfolgen, wenn der ausgefüllte Fragebogen zusammen mit den erforderlichen Unterlagen beim Finanzamt vorliegt. Die Steuernummer benötigen Sie, um Rechnungen stellen zu können.

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Wie melden Freiberufler eine GbR an?

Als zukünftige*r Freiberufler*in melden Sie Ihre unternehmerische Tätigkeit beim Finanzamt an.

Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung: Gründung einer Personengesellschaft / -gemeinschaft" auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten. Wichtig: Sie müssen für das Finanzamt nur einen Fragebogen für die GbR als Personengesellschaft ausfüllen.

Das Finanzamt erteilt Ihnen nach Prüfung des Fragebogens eine Steuernummer für Ihre unternehmerische Tätigkeit. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen. Sie sind sich nicht sicher, ob es sich bei Ihre geplanten Tätigkeit nicht doch um Gewerbe handelt? Oder qualifiziert sich ein*e Gesellschafter*in der GbR nicht für die Freien Berufe, sondern für eine Gewerbe? Hier nachlesen

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Mehr zu Rechtsformen erfahren Sie hier

Was ist der Unterschied zwischen Steuer-ID, Steuernummer und Umsatzsteuer-ID?
    • Die Steuer-ID (steuerliche Identifikationsnummer) besteht aus 11 Ziffern, sie ist personenbezogen, gilt ein Leben lang und wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben
    • Die Steuernummer besteht aus 10 bis 11 Ziffern, die meist durch zwei Schrägstriche getrennt werden. Sie wird von Ihrem zuständigen Finanzamt im Rahmen der steuerlichen Erfassung erteilt zum Beispiel wenn Sie Arbeitnehmer*in sind oder freiberuflicher bzw. gewerbliche tätig werden. Es ist möglich, mehrere Steuernummer zu haben, zum Beispiel wenn Sie angestellt sind und nebenbei selbständig arbeiten.
    • Die Umsatzsteuer-ID (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, USt-IdNr.) beginnt mit dem EU-Länderkürzel, DE für Deutschland, gefolgt von bis zu zwölf Ziffern. Sie wird Unternehmer*innen zusätzlich zur oben genannten Steuernummer für ihre gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit erteilt und zwar vom Bundeszentralamt für Steuern. Gründer*innen können die Umsatzsteuer-ID auch im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beantragen. Sie ist für die Abwicklung von Geschäften zwischen Unternehmen in verschiedenen Ländern der Europäischen Union wichtig.

Schmuckbild

Steuern und Buchführung

 

 

Kleinunternehmen, Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung

Was ist ein Kleinunternehmen?

Ein Kleinunternehmen ist keine eigene Rechtsform oder festgelegte Unternehmensform. Der Begriff wird in der Umgangssprache häufig verwendet.  Viele Gründer*innen verbinden damit eine selbständige Tätigkeit ohne eigene Beschäftigte, einem geringen Risiko, einem kleineren Management- und Verwaltungsaufwand und einem überschaubaren Umsatz.  Das alles kann zutreffen, muss es aber nicht. Um eine Vorstellung zu gewinnen, was ein Kleinunternehmen ist, ist die Definition der Europäischen Kommission für die sogenannten kleinen und mittleren Unternehmen interessant. Diese legt genaue Größenschwellen fest, die nicht unbedingt „klein“ sind.

In der Geschäftswelt relevanter sind dagegen die Fachbegriffe Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung. Beide haben thematisch nichts miteinander zu tun haben, werden aber häufig verwechselt:

Habe ich ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe haben Sie dann, wenn Sie ein Gewerbe anmelden und sich als Einzelunternehmer*in selbständig machen und mit weniger als 60.000 Euro Gewinn und weniger als 600.000 Euro Umsatz im Jahr rechnen. Sie sind damit von den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, kurz HGB und der Eintragspflicht in das Handelsregister befreit.
⇒ Für Sie gilt das Bürgerliche Gesetzbuch, kurz BGB.
⇒ Zur Gewinnermittlung gegenüber dem Finanzamt reicht eine einfache Buchführung mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus.

Ein wichtiger Aspekt beim Kleingewerbe ist also die Art der Gewinnermittlung. Überschreiten Sie als gewerbliches Einzelunternehmen die oben genannte Gewinn- oder Umsatzschwelle, dann müssen Sie Ihren Gewinn nach der doppelten Buchführung ermitteln und das beinhaltet auch die jährliche Erstellung einer Bilanz sowie einer Gewinn- und Verlustrechnung. Damit verbunden ist auch eine Eintragung im Handelsregister.

Der Begriff Kleingewerbe sagt nichts darüber aus, ob Sie in Ihren Rechnungen Umsatzsteuer ausweisen oder die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.

Viele kleine Unternehmen werden auch nicht als Kleingewerbe bezeichnet, da Sie beispielsweise in einem Freien Beruf tätig sind. Für Freiberufler*innen gilt in der Regel die einfache Buchführung und zwar unabhängig von Betriebsgröße, Umsatz und Gewinn.

Ich will die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen - wie mache ich das?

Sie planen eine Selbständigkeit als Gewerbe oder im Freier Beruf und rechnen im Gründungsjahr mit weniger als 22.000 Euro Brutto-Jahresumsatz? Dann können Sie im Formular zur Anmeldung beim Finanzamt, dem sogenannten Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, ankreuzen, dass Sie die Kleinunternehmer-Regelung nach dem Umsatzsteuergesetzt, kurz UStG in Anspruch nehmen möchten. Sie weisen dann keine Umsatzsteuer in Ihren Rechnungen aus und begründen dies beispielsweise mit dem abgedruckten Hinweis: „Gemäß § 19 Abs. 1 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“ Da Sie keine Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen, können Sie auch nicht selbst gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt als Vorsteuer erstattet bekommen.

Tipp: Die Gesamtumsatzgrenze von 22.000 Euro enthält bereits die Umsatzsteuer und bezieht sich immer auf ein ganzes Kalenderjahr. Wer mit der Selbständigkeit während des Jahres startet, muss den voraussichtlichen Umsatz also auf zwölf Monate hochrechnen.

Die Links zu Praxisbeispielen und FAQs zur Kleinunternehmerregelung finden Sie unter "Betriebliche Steuern".

Kann ich die Selbständigkeit auf meine Privatadresse anmelden?

Viele Gründerinnen und Gründer starten erst einmal von zu Hause aus.

Informieren Sie in diesem Fall Ihre*n Vermieter*in.

Erkundigen Sie sich auch beim Amt für Wohnen und Migration, ob Sie Ihre Wohnung für gewerbliche Zwecke überhaupt nutzen dürfen und ob Sie dafür eine Genehmigung brauchen. Wenn weniger als 50 Prozent der Wohnfläche beispielsweise als Büro (ohne Parteienverkehr!) genutzt wird und der restliche Wohnraum ansonsten regulär bewohnt wird, liegt keine Zweckentfremdung von Wohnraum vor. In manchen Fällen kann ein häusliches Arbeitszimmer auch steuerlich geltend gemacht werden – fragen Sie eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater!

Zusätzlich müssen Sie auch baurechtliche Vorgaben beachten. So sind beispielsweise Wohngebiete bauplanungsrechtlich der Wohnnutzung vorbehalten und genießen einen Schutz vor der geplanten Nutzung beziehungsweise Folgen wie Lärm oder Verkehrsaufkommen. Die Nutzung der Wohnung für die geplanten Zwecke kann unzulässig oder zumindest genehmigungsbedürftig sein. Dabei richtet sich der Umfang der Genehmigung in erster Linie nach der geplanten Nutzung.

Ich bin noch nicht 18 Jahre - kann ich mich selbständig machen?

Als minderjährig gilt, wer das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Minderjährige gelten im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) als beschränkt geschäftsfähig und dürfen eine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit nur unter bestimmten Voraussetzungen (§ 112 Absatz 1des BGB ) starten:

  1. Ermächtigung des gesetzlichen Vertreters, in der Regel der Eltern
  2. Genehmigung des Familiengericht

Das Familiengericht prüft vor Erteilung der Genehmigung ob Sie die für den Betrieb eines Unternehmens erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen. Hintergrund ist unter anderem, dass der Minderjährige davor geschützt werden soll, unbedarft Verpflichtungen einzugehen, die ihm oder ihr erheblichen finanziellen Schaden bereiten können. Wenn die Genehmigung vorliegt, können Sie mit voller rechtlicher Verantwortung die üblichen mit einem Unternehmen verbundenen Geschäfte für das Unternehmen ausführen - von steuerlichen Verpflichtungen bis hin zu Verträgen mit Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden. Ausnahmen gibt es für spezielle Geschäfte wie beispielsweise die Aufnahme eines Kredits, der Erwerb einer Immobilie oder die Erteilung von Prokura.

Informationen & Kontakte

IHK Offenbach: Gewerbeausübung durch Minderjährige

Familiengericht im Amtsgericht München

 

Ansprechpartner

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Welche Angebote gibt es für Gründerinnen?

In der Rubrik " Tipps für Gründerinnen" haben wir Informationen zu Beratung und Coaching, Finanzierung und Förderung sowie Netzwerke und Wettbewerbe mit einem Fokus auf Gründerinnen zusammengestellt.

Branchen-Check

Bezirksinspektion

Die fünf Bezirksinspektionen Mitte, Süd, West, Ost und Nord sind in den Münchner Stadtbezirken verteilt. Sie unterstehen dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) und gehören zur Hauptabteilung III "Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz ".

Die Bezirksinspektionen sind unter anderem zuständig für den Vollzug des Gaststättenwesens, unterstützen beim Vollzug der Gewerbeordnung sowie von sicherheits- und ordnungsrechtlichen Vorschriften. Hier werden auch werden auch grundsätzliche Themen zum Beispiel die Freiluftgastronomie, die Sperrzeitregelung oder die Lebensmittelüberwachung und die Gaststättentechnik behandelt. Bei Fragen zu den Vorgaben zum Umgang mit fetthaltigem Abwasser aus Gastronomie und Lebensmittelverarbeitung wenden Sie sich an die Münchner Stadtentwässerung.  Bei Fragen zur Gewerbeabfallentsorgung ist der Abfallwirtschaftsbetrieb München Ihr Ansprechpartner.

Die Bezirksinspektionen sind auch für die Erlaubnis einer Sondernutzung zuständig. Eine Sondernutzung liegt vor, wenn öffentlicher Straßengrund über den Gemeingebrauch (Gehen, Fahren, Parken) hinaus genutzt wird. Zu den besonders häufig nachgefragte Sondernutzungen zählen das Aufstellen von mobiler Gastronomie wie beispielsweise Foodtrucks, Warenauslage, Pflanzgefäße, Sitzgelegenheiten oder Fahrradständer vor Geschäften, Verkaufstände für Obst, Blumen, Maroni, gebrannte Nüsse, Kunsthandwerk oder Tagszeitungen. Auch ein Werbeverkaufsstand in der Altstadt-Fußgängerzone fällt unter die Sondernutzung.

Welche Bezirksinspektion ist die richtige?

Entscheidend ist immer in welchem Stadtbezirk Sie die geplante Tätigkeit ausüben möchten.

Für die Stadtbezirke

1, 2, 3 - Bezirksinspektion Mitte

6, 7, 8, 17, 18, 19, 20 - Bezirksinspektion Süd

9, 21, 22, 23, 25 - Bezirksinspektion West

5, 13, 14, 15, 16 - Bezirksinspektion Ost

4, 10, 11, 12, 24 - Bezirksinspektion Nord

So finden Sie die zuständige Bezirksinspektion für Ihren Stadtbezirk: 

Im München Portal erhalten Sie auf jeder Themenseite der Bezirksinspektion unten ein Suchfeld. Dort  geben Sie die Straße und sofern vorhanden die Hausnummer ein, unter der Sie Ihre geplante Tätigkeit ausüben möchten. Anschließend wird nach einem Klick auf das Feld „Weiter“ die passende Bezirksinspektion wiederum ganz unten auf der Seite angezeigt.

Businessplan erstellen

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Wer hilft mir beim Businessplan?

Schreiben Sie Ihren Businessplan selbst und holen Sie sich dann Feedback von passenden Branchenexpert*innen oder Gründungsinitiativen ein. Sie als Selbständige*r tragen die volle unternehmerische Verantwortung für Ihren Businessplan sowie die dort beschriebenen Annahmen, Planungen und Entscheidungen. Für Feedback können Branchenverbände eine wertvolle Anlaufstelle sein.

Welche Angebote gibt es für Gründerinnen?

In der Rubrik " Tipps für Gründerinnen" haben wir Informationen zu Beratung und Coaching, Finanzierung und Förderung sowie Netzwerke und Wettbewerbe mit einem Fokus auf Gründerinnen zusammengestellt.

Einzelhandel

Bezirksinspektion

Die fünf Bezirksinspektionen Mitte, Süd, West, Ost und Nord sind in den Münchner Stadtbezirken verteilt. Sie unterstehen dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) und gehören zur Hauptabteilung III "Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz ".

Die Bezirksinspektionen sind unter anderem zuständig für den Vollzug des Gaststättenwesens, unterstützen beim Vollzug der Gewerbeordnung sowie von sicherheits- und ordnungsrechtlichen Vorschriften. Hier werden auch werden auch grundsätzliche Themen zum Beispiel die Freiluftgastronomie, die Sperrzeitregelung oder die Lebensmittelüberwachung und die Gaststättentechnik behandelt. Bei Fragen zu den Vorgaben zum Umgang mit fetthaltigem Abwasser aus Gastronomie und Lebensmittelverarbeitung wenden Sie sich an die Münchner Stadtentwässerung.  Bei Fragen zur Gewerbeabfallentsorgung ist der Abfallwirtschaftsbetrieb München Ihr Ansprechpartner.

Die Bezirksinspektionen sind auch für die Erlaubnis einer Sondernutzung zuständig. Eine Sondernutzung liegt vor, wenn öffentlicher Straßengrund über den Gemeingebrauch (Gehen, Fahren, Parken) hinaus genutzt wird. Zu den besonders häufig nachgefragte Sondernutzungen zählen das Aufstellen von mobiler Gastronomie wie beispielsweise Foodtrucks, Warenauslage, Pflanzgefäße, Sitzgelegenheiten oder Fahrradständer vor Geschäften, Verkaufstände für Obst, Blumen, Maroni, gebrannte Nüsse, Kunsthandwerk oder Tagszeitungen. Auch ein Werbeverkaufsstand in der Altstadt-Fußgängerzone fällt unter die Sondernutzung.

Welche Bezirksinspektion ist die richtige?

Entscheidend ist immer in welchem Stadtbezirk Sie die geplante Tätigkeit ausüben möchten.

Für die Stadtbezirke

1, 2, 3 - Bezirksinspektion Mitte

6, 7, 8, 17, 18, 19, 20 - Bezirksinspektion Süd

9, 21, 22, 23, 25 - Bezirksinspektion West

5, 13, 14, 15, 16 - Bezirksinspektion Ost

4, 10, 11, 12, 24 - Bezirksinspektion Nord

So finden Sie die zuständige Bezirksinspektion für Ihren Stadtbezirk: 

Im München Portal erhalten Sie auf jeder Themenseite der Bezirksinspektion unten ein Suchfeld. Dort  geben Sie die Straße und sofern vorhanden die Hausnummer ein, unter der Sie Ihre geplante Tätigkeit ausüben möchten. Anschließend wird nach einem Klick auf das Feld „Weiter“ die passende Bezirksinspektion wiederum ganz unten auf der Seite angezeigt.

Entwicklung & Wachstum

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Welche Angebote gibt es für Gründerinnen?

In der Rubrik " Tipps für Gründerinnen" haben wir Informationen zu Beratung und Coaching, Finanzierung und Förderung sowie Netzwerke und Wettbewerbe mit einem Fokus auf Gründerinnen zusammengestellt.

Finanzierung & Förderung

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Welche Angebote gibt es für Gründerinnen?

In der Rubrik " Tipps für Gründerinnen" haben wir Informationen zu Beratung und Coaching, Finanzierung und Förderung sowie Netzwerke und Wettbewerbe mit einem Fokus auf Gründerinnen zusammengestellt.

Gastronomie

Bezirksinspektion

Die fünf Bezirksinspektionen Mitte, Süd, West, Ost und Nord sind in den Münchner Stadtbezirken verteilt. Sie unterstehen dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) und gehören zur Hauptabteilung III "Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz ".

Die Bezirksinspektionen sind unter anderem zuständig für den Vollzug des Gaststättenwesens, unterstützen beim Vollzug der Gewerbeordnung sowie von sicherheits- und ordnungsrechtlichen Vorschriften. Hier werden auch werden auch grundsätzliche Themen zum Beispiel die Freiluftgastronomie, die Sperrzeitregelung oder die Lebensmittelüberwachung und die Gaststättentechnik behandelt. Bei Fragen zu den Vorgaben zum Umgang mit fetthaltigem Abwasser aus Gastronomie und Lebensmittelverarbeitung wenden Sie sich an die Münchner Stadtentwässerung.  Bei Fragen zur Gewerbeabfallentsorgung ist der Abfallwirtschaftsbetrieb München Ihr Ansprechpartner.

Die Bezirksinspektionen sind auch für die Erlaubnis einer Sondernutzung zuständig. Eine Sondernutzung liegt vor, wenn öffentlicher Straßengrund über den Gemeingebrauch (Gehen, Fahren, Parken) hinaus genutzt wird. Zu den besonders häufig nachgefragte Sondernutzungen zählen das Aufstellen von mobiler Gastronomie wie beispielsweise Foodtrucks, Warenauslage, Pflanzgefäße, Sitzgelegenheiten oder Fahrradständer vor Geschäften, Verkaufstände für Obst, Blumen, Maroni, gebrannte Nüsse, Kunsthandwerk oder Tagszeitungen. Auch ein Werbeverkaufsstand in der Altstadt-Fußgängerzone fällt unter die Sondernutzung.

Welche Bezirksinspektion ist die richtige?

Entscheidend ist immer in welchem Stadtbezirk Sie die geplante Tätigkeit ausüben möchten.

Für die Stadtbezirke

1, 2, 3 - Bezirksinspektion Mitte

6, 7, 8, 17, 18, 19, 20 - Bezirksinspektion Süd

9, 21, 22, 23, 25 - Bezirksinspektion West

5, 13, 14, 15, 16 - Bezirksinspektion Ost

4, 10, 11, 12, 24 - Bezirksinspektion Nord

So finden Sie die zuständige Bezirksinspektion für Ihren Stadtbezirk: 

Im München Portal erhalten Sie auf jeder Themenseite der Bezirksinspektion unten ein Suchfeld. Dort  geben Sie die Straße und sofern vorhanden die Hausnummer ein, unter der Sie Ihre geplante Tätigkeit ausüben möchten. Anschließend wird nach einem Klick auf das Feld „Weiter“ die passende Bezirksinspektion wiederum ganz unten auf der Seite angezeigt.

Gewerbe vs. Freier Beruf

Wo und wie melde ich meine freiberufliche Tätigkeit an?

Als zukünftiger Freiberufler*in melden Sie Ihre unternehmerische Tätigkeit beim Finanzamt an.

Anmeldung beim Finanzamt: online über ELSTER

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen.

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

In Gründung

Wo und wie melde ich meine freiberufliche Tätigkeit an?

Als zukünftiger Freiberufler*in melden Sie Ihre unternehmerische Tätigkeit beim Finanzamt an.

Anmeldung beim Finanzamt: online über ELSTER

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen.

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Wo und wie melde ich mein Gewerbe an?

Ihr Gewerbe melden Sie sowohl bei der Gewerbebehörde als auch beim Finanzamt an.

1. Schritt: Gewerbeanmeldung bei der Gewerbebehörde

Für die Gewerbeanmeldung ist die Stadt- oder Gemeindeverwaltung (Gewerbe- und Ordnungsamt) zuständig, bei der Sie künftig Ihren Betriebssitz haben werden. In der Stadt München wenden Sie sich an das Gewerbeamt im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Nutzen Sie für die Gewerbeanmeldung das Formular "Gewerbeanmeldung" und bei Bedarf unsere Ausfüllhilfe mit Erläuterungen für jedes Feld der Gewerbeanmeldung.

Grundsätzlich besteht Gewerbefreiheit in Deutschland. Aber: Es gibt erlaubnispflichtige und überwachungsbedürftige Gewerbe , für die Sie besondere Unterlagen oder eine Erlaubnis benötigen. Für zulassungspflichtige Gewerbe im Handwerk benötigen Sie eine Zulassung der Handwerkskammer. Daneben gibt es im Handwerk zulassungsfreie und handwerksähnliche Tätigkeiten oder solche, die überhaupt nicht dem Handwerk zuzuordnen sind.

Zu den benötigten Unterlagen für eine Gewerbeanmeldung zählen unter anderem:

  • Vollständig ausgefülltes Formular Gewerbeanmeldung
  • Personalausweis oder Reisepass in Kopie
  • bei ausländischen Staatsangehörigen (ausgenommen EU-Länder):  gültige Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit in Kopie
  • bei Bevollmächtigung: eine schriftliche Vollmacht und Ausweis des Vollmachtgebers sowie des Bevollmächtigten in Kopie
  • bei Minderjährigen: Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (bei nebenberuflicher Tätigkeit) oder Genehmigung des Vormundschaftsgerichts (bei hauptberuflicher Tätigkeit)
  • bei im Handels-, Vereins- oder Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen: ein Registerauszug (mit allen Eintragungen) in Kopie
  • bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten: Kopie der Erlaubnis
  • bei Betrieb eines Vollhandwerkes: Kopie der Handwerkskarte

Die Anmeldung muss vor oder gleichzeitig mit Beginn der Tätigkeit erfolgen.

Je nach Rechtsform kostet die Gewerbeanmeldung zwischen 50 bis 60 Euro.

Die Gewerbebehörde bescheinigt den Empfang der Gewerbeanzeige mit dem sogenannten Gewerbeschein. Diese Bescheinigung besagt nicht, dass Sie zur Ausübung dieses Gewerbes berechtigt sind und ersetzt somit auch nicht eine etwaige erforderliche Erlaubnis.

Gewerbeanmeldung (PDF, 145 KB)

Ausfüllhilfe Gewerbeanmeldung (PDF, 142 KB)

Informieren Sie sich über weitere Unterlagen im Einzelfall online auf der Website der Münchner Gewerbehörde:
www.muenchen.de

Telefon: 089 233-96030

 

Gewerbe persönlich nach Terminvereinbarung anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Implerstraße 11, 81371 München
online Terminvereinbarung

Gewerbe per Post oder per Email anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Ruppertstr. 19, 80466 München
Email: gewerbemeldung.kvr@muenchen.de

 

2. Schritt: Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Zusammengefasst: Eine Zuteilung der Steuernummer und eine umsatzsteuerliche Erfassung können erst dann erfolgen, wenn der ausgefüllte Fragebogen zusammen mit den erforderlichen Unterlagen beim Finanzamt vorliegt. Die Steuernummer benötigen Sie, um Rechnungen stellen zu können.

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen.

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Wie melden Gewerbetreibende eine GbR an?

Sie planen zu zweit oder mit weiteren Partnern eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, kurz GbR, zu gründen?

So melden Gewerbetreibende die GbR bei den Behörden an:

1. Schritt: Gewerbeanmeldung bei der Gewerbebehörde

Für die Gewerbeanmeldung ist die Stadt- oder Gemeindeverwaltung (Gewerbe- und Ordnungsamt) zuständig, bei der Sie künftig Ihren Betriebssitz haben werden. In der Stadt München wenden Sie sich an das Gewerbeamt im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Nutzen Sie für die Gewerbeanmeldung das Formular "Gewerbeanmeldung" und bei Bedarf unsere Ausfüllhilfe mit Erläuterungen für jedes Feld der Gewerbeanmeldung.

Wichtig: Jede*r Gesellschafter*in füllt eine eigene Gewerbeanmeldung aus und nennt im Feld 1 des Formulars die Namen der anderen Gesellschafter. Die Gewerbeanmeldung kostet pro Gesellschafter*in 50 Euro.

Grundsätzlich besteht Gewerbefreiheit in Deutschland. Aber: Es gibt erlaubnispflichtige und überwachungsbedürftige Gewerbe , für die Sie besondere Unterlagen oder eine Erlaubnis benötigen. Für zulassungspflichtige Gewerbe im Handwerk benötigen Sie eine Zulassung der Handwerkskammer. Daneben gibt es im Handwerk zulassungsfreie und handwerksähnliche Tätigkeiten oder solche, die überhaupt nicht dem Handwerk zuzuordnen sind.

Zu den benötigten Unterlagen für eine Gewerbeanmeldung zählen unter anderem:

  • Vollständig ausgefülltes Formular Gewerbeanmeldung
  • Personalausweis oder Reisepass in Kopie
  • bei ausländischen Staatsangehörigen (ausgenommen EU-Länder):  gültige Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit in Kopie
  • bei Bevollmächtigung: eine schriftliche Vollmacht und Ausweis des Vollmachtgebers sowie des Bevollmächtigten in Kopie
  • bei Minderjährigen: Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (bei nebenberuflicher Tätigkeit) oder Genehmigung des Vormundschaftsgerichts (bei hauptberuflicher Tätigkeit)
  • bei im Handels-, Vereins- oder Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen: ein Registerauszug (mit allen Eintragungen) in Kopie
  • bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten: Kopie der Erlaubnis
  • bei Betrieb eines Vollhandwerkes: Kopie der Handwerkskarte

Die Anmeldung muss vor oder gleichzeitig mit Beginn der Tätigkeit erfolgen.

Die Gewerbebehörde bescheinigt den Empfang der Gewerbeanzeige mit dem sogenannten Gewerbeschein. Diese Bescheinigung besagt nicht, dass Sie zur Ausübung dieses Gewerbes berechtigt sind und ersetzt somit auch nicht eine etwaige erforderliche Erlaubnis.

Gewerbeanmeldung (pdf, 145 KB)

Ausfüllhilfe Gewerbeanmeldung (pdf, 142 KB)

Informieren Sie sich über weitere Unterlagen im Einzelfall online auf der Website der Münchner Gewerbehörde:
www.muenchen.de

Tel.: 089 233-96030

 

Gewerbe persönlich nach Terminvereinbarung anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Implerstraße 11, 81371 München
online Terminvereinbarung

Gewerbe per Post oder per Email anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Ruppertstr. 19, 80466 München
Email: gewerbemeldung.kvr@muenchen.de

 

2. Schritt: Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung: Gründung einer Personengesellschaft / -gemeinschaft" auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten. Wichtig: Im Gegensatz zur Gewerbeanmeldung müssen Sie für das Finanzamt nur einen Fragebogen für die GbR als Personengesellschaft ausfüllen.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Zusammengefasst: Eine Zuteilung der Steuernummer und eine umsatzsteuerliche Erfassung können erst dann erfolgen, wenn der ausgefüllte Fragebogen zusammen mit den erforderlichen Unterlagen beim Finanzamt vorliegt. Die Steuernummer benötigen Sie, um Rechnungen stellen zu können.

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Wie melden Freiberufler eine GbR an?

Als zukünftige*r Freiberufler*in melden Sie Ihre unternehmerische Tätigkeit beim Finanzamt an.

Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung: Gründung einer Personengesellschaft / -gemeinschaft" auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten. Wichtig: Sie müssen für das Finanzamt nur einen Fragebogen für die GbR als Personengesellschaft ausfüllen.

Das Finanzamt erteilt Ihnen nach Prüfung des Fragebogens eine Steuernummer für Ihre unternehmerische Tätigkeit. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen. Sie sind sich nicht sicher, ob es sich bei Ihre geplanten Tätigkeit nicht doch um Gewerbe handelt? Oder qualifiziert sich ein*e Gesellschafter*in der GbR nicht für die Freien Berufe, sondern für eine Gewerbe? Hier nachlesen

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Mehr zu Rechtsformen erfahren Sie hier

Was ist eine A1-Bescheinigung?

Wenn Sie beruflich vorübergehend in einem EU-Land, in Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz tätig sind müssen Sie immer eine A1-Bescheinigung mit sich führen. Sie ist der Nachweis über Ihren bestehenden Sozialversicherungsschutz
in Deutschland. Dies gilt unabhängig von der Dauer Ihrer Dienst- oder Geschäftsreise. Für andere Länder können andere Bescheinigungen notwendig sein. Wo die A1-Bescheinigung  beantragt werden kann, hängt meist von der Art der Krankenversicherung (gesetzlich oder privat ab) ab. Genaue Informationen finden Sie bei der Deutschen Rentenversicherung.

Was ist der Unterschied zwischen Steuer-ID, Steuernummer und Umsatzsteuer-ID?
    • Die Steuer-ID (steuerliche Identifikationsnummer) besteht aus 11 Ziffern, sie ist personenbezogen, gilt ein Leben lang und wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben
    • Die Steuernummer besteht aus 10 bis 11 Ziffern, die meist durch zwei Schrägstriche getrennt werden. Sie wird von Ihrem zuständigen Finanzamt im Rahmen der steuerlichen Erfassung erteilt zum Beispiel wenn Sie Arbeitnehmer*in sind oder freiberuflicher bzw. gewerbliche tätig werden. Es ist möglich, mehrere Steuernummer zu haben, zum Beispiel wenn Sie angestellt sind und nebenbei selbständig arbeiten.
    • Die Umsatzsteuer-ID (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, USt-IdNr.) beginnt mit dem EU-Länderkürzel, DE für Deutschland, gefolgt von bis zu zwölf Ziffern. Sie wird Unternehmer*innen zusätzlich zur oben genannten Steuernummer für ihre gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit erteilt und zwar vom Bundeszentralamt für Steuern. Gründer*innen können die Umsatzsteuer-ID auch im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beantragen. Sie ist für die Abwicklung von Geschäften zwischen Unternehmen in verschiedenen Ländern der Europäischen Union wichtig.

Schmuckbild

Steuern und Buchführung

 

 

Wann bin ich scheinselbständig?

Nicht immer sind Selbständige auch tatsächlich selbständig. Müssen sie wie Angestellte im Beschäftigungsverhältnis handeln, gelten sie als scheinselbständig und sind also tatsächlich abhängig beschäftigt. Die Abgrenzung zwischen einer echten Selbständigkeit und einer abhängigen Beschäftigung ist oft schwierig. Kriterien dafür sind im Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht und Steuerrecht zu finden. Es können empfindliche Strafen drohen.

Informieren Sie sich vorab:

Kleinunternehmen, Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung

Was ist ein Kleinunternehmen?

Ein Kleinunternehmen ist keine eigene Rechtsform oder festgelegte Unternehmensform. Der Begriff wird in der Umgangssprache häufig verwendet.  Viele Gründer*innen verbinden damit eine selbständige Tätigkeit ohne eigene Beschäftigte, einem geringen Risiko, einem kleineren Management- und Verwaltungsaufwand und einem überschaubaren Umsatz.  Das alles kann zutreffen, muss es aber nicht. Um eine Vorstellung zu gewinnen, was ein Kleinunternehmen ist, ist die Definition der Europäischen Kommission für die sogenannten kleinen und mittleren Unternehmen interessant. Diese legt genaue Größenschwellen fest, die nicht unbedingt „klein“ sind.

In der Geschäftswelt relevanter sind dagegen die Fachbegriffe Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung. Beide haben thematisch nichts miteinander zu tun haben, werden aber häufig verwechselt:

Habe ich ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe haben Sie dann, wenn Sie ein Gewerbe anmelden und sich als Einzelunternehmer*in selbständig machen und mit weniger als 60.000 Euro Gewinn und weniger als 600.000 Euro Umsatz im Jahr rechnen. Sie sind damit von den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, kurz HGB und der Eintragspflicht in das Handelsregister befreit.
⇒ Für Sie gilt das Bürgerliche Gesetzbuch, kurz BGB.
⇒ Zur Gewinnermittlung gegenüber dem Finanzamt reicht eine einfache Buchführung mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus.

Ein wichtiger Aspekt beim Kleingewerbe ist also die Art der Gewinnermittlung. Überschreiten Sie als gewerbliches Einzelunternehmen die oben genannte Gewinn- oder Umsatzschwelle, dann müssen Sie Ihren Gewinn nach der doppelten Buchführung ermitteln und das beinhaltet auch die jährliche Erstellung einer Bilanz sowie einer Gewinn- und Verlustrechnung. Damit verbunden ist auch eine Eintragung im Handelsregister.

Der Begriff Kleingewerbe sagt nichts darüber aus, ob Sie in Ihren Rechnungen Umsatzsteuer ausweisen oder die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.

Viele kleine Unternehmen werden auch nicht als Kleingewerbe bezeichnet, da Sie beispielsweise in einem Freien Beruf tätig sind. Für Freiberufler*innen gilt in der Regel die einfache Buchführung und zwar unabhängig von Betriebsgröße, Umsatz und Gewinn.

Ich will die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen - wie mache ich das?

Sie planen eine Selbständigkeit als Gewerbe oder im Freier Beruf und rechnen im Gründungsjahr mit weniger als 22.000 Euro Brutto-Jahresumsatz? Dann können Sie im Formular zur Anmeldung beim Finanzamt, dem sogenannten Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, ankreuzen, dass Sie die Kleinunternehmer-Regelung nach dem Umsatzsteuergesetzt, kurz UStG in Anspruch nehmen möchten. Sie weisen dann keine Umsatzsteuer in Ihren Rechnungen aus und begründen dies beispielsweise mit dem abgedruckten Hinweis: „Gemäß § 19 Abs. 1 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“ Da Sie keine Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen, können Sie auch nicht selbst gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt als Vorsteuer erstattet bekommen.

Tipp: Die Gesamtumsatzgrenze von 22.000 Euro enthält bereits die Umsatzsteuer und bezieht sich immer auf ein ganzes Kalenderjahr. Wer mit der Selbständigkeit während des Jahres startet, muss den voraussichtlichen Umsatz also auf zwölf Monate hochrechnen.

Die Links zu Praxisbeispielen und FAQs zur Kleinunternehmerregelung finden Sie unter "Betriebliche Steuern".

Kann ich die Selbständigkeit auf meine Privatadresse anmelden?

Viele Gründerinnen und Gründer starten erst einmal von zu Hause aus.

Informieren Sie in diesem Fall Ihre*n Vermieter*in.

Erkundigen Sie sich auch beim Amt für Wohnen und Migration, ob Sie Ihre Wohnung für gewerbliche Zwecke überhaupt nutzen dürfen und ob Sie dafür eine Genehmigung brauchen. Wenn weniger als 50 Prozent der Wohnfläche beispielsweise als Büro (ohne Parteienverkehr!) genutzt wird und der restliche Wohnraum ansonsten regulär bewohnt wird, liegt keine Zweckentfremdung von Wohnraum vor. In manchen Fällen kann ein häusliches Arbeitszimmer auch steuerlich geltend gemacht werden – fragen Sie eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater!

Zusätzlich müssen Sie auch baurechtliche Vorgaben beachten. So sind beispielsweise Wohngebiete bauplanungsrechtlich der Wohnnutzung vorbehalten und genießen einen Schutz vor der geplanten Nutzung beziehungsweise Folgen wie Lärm oder Verkehrsaufkommen. Die Nutzung der Wohnung für die geplanten Zwecke kann unzulässig oder zumindest genehmigungsbedürftig sein. Dabei richtet sich der Umfang der Genehmigung in erster Linie nach der geplanten Nutzung.

Ich bin noch nicht 18 Jahre - kann ich mich selbständig machen?

Als minderjährig gilt, wer das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Minderjährige gelten im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) als beschränkt geschäftsfähig und dürfen eine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit nur unter bestimmten Voraussetzungen (§ 112 Absatz 1des BGB ) starten:

  1. Ermächtigung des gesetzlichen Vertreters, in der Regel der Eltern
  2. Genehmigung des Familiengericht

Das Familiengericht prüft vor Erteilung der Genehmigung ob Sie die für den Betrieb eines Unternehmens erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen. Hintergrund ist unter anderem, dass der Minderjährige davor geschützt werden soll, unbedarft Verpflichtungen einzugehen, die ihm oder ihr erheblichen finanziellen Schaden bereiten können. Wenn die Genehmigung vorliegt, können Sie mit voller rechtlicher Verantwortung die üblichen mit einem Unternehmen verbundenen Geschäfte für das Unternehmen ausführen - von steuerlichen Verpflichtungen bis hin zu Verträgen mit Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden. Ausnahmen gibt es für spezielle Geschäfte wie beispielsweise die Aufnahme eines Kredits, der Erwerb einer Immobilie oder die Erteilung von Prokura.

Informationen & Kontakte

IHK Offenbach: Gewerbeausübung durch Minderjährige

Familiengericht im Amtsgericht München

 

In Planung

Wo und wie melde ich meine freiberufliche Tätigkeit an?

Als zukünftiger Freiberufler*in melden Sie Ihre unternehmerische Tätigkeit beim Finanzamt an.

Anmeldung beim Finanzamt: online über ELSTER

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen.

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Wie melden Gewerbetreibende eine GbR an?

Sie planen zu zweit oder mit weiteren Partnern eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, kurz GbR, zu gründen?

So melden Gewerbetreibende die GbR bei den Behörden an:

1. Schritt: Gewerbeanmeldung bei der Gewerbebehörde

Für die Gewerbeanmeldung ist die Stadt- oder Gemeindeverwaltung (Gewerbe- und Ordnungsamt) zuständig, bei der Sie künftig Ihren Betriebssitz haben werden. In der Stadt München wenden Sie sich an das Gewerbeamt im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Nutzen Sie für die Gewerbeanmeldung das Formular "Gewerbeanmeldung" und bei Bedarf unsere Ausfüllhilfe mit Erläuterungen für jedes Feld der Gewerbeanmeldung.

Wichtig: Jede*r Gesellschafter*in füllt eine eigene Gewerbeanmeldung aus und nennt im Feld 1 des Formulars die Namen der anderen Gesellschafter. Die Gewerbeanmeldung kostet pro Gesellschafter*in 50 Euro.

Grundsätzlich besteht Gewerbefreiheit in Deutschland. Aber: Es gibt erlaubnispflichtige und überwachungsbedürftige Gewerbe , für die Sie besondere Unterlagen oder eine Erlaubnis benötigen. Für zulassungspflichtige Gewerbe im Handwerk benötigen Sie eine Zulassung der Handwerkskammer. Daneben gibt es im Handwerk zulassungsfreie und handwerksähnliche Tätigkeiten oder solche, die überhaupt nicht dem Handwerk zuzuordnen sind.

Zu den benötigten Unterlagen für eine Gewerbeanmeldung zählen unter anderem:

  • Vollständig ausgefülltes Formular Gewerbeanmeldung
  • Personalausweis oder Reisepass in Kopie
  • bei ausländischen Staatsangehörigen (ausgenommen EU-Länder):  gültige Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit in Kopie
  • bei Bevollmächtigung: eine schriftliche Vollmacht und Ausweis des Vollmachtgebers sowie des Bevollmächtigten in Kopie
  • bei Minderjährigen: Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (bei nebenberuflicher Tätigkeit) oder Genehmigung des Vormundschaftsgerichts (bei hauptberuflicher Tätigkeit)
  • bei im Handels-, Vereins- oder Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen: ein Registerauszug (mit allen Eintragungen) in Kopie
  • bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten: Kopie der Erlaubnis
  • bei Betrieb eines Vollhandwerkes: Kopie der Handwerkskarte

Die Anmeldung muss vor oder gleichzeitig mit Beginn der Tätigkeit erfolgen.

Die Gewerbebehörde bescheinigt den Empfang der Gewerbeanzeige mit dem sogenannten Gewerbeschein. Diese Bescheinigung besagt nicht, dass Sie zur Ausübung dieses Gewerbes berechtigt sind und ersetzt somit auch nicht eine etwaige erforderliche Erlaubnis.

Gewerbeanmeldung (pdf, 145 KB)

Ausfüllhilfe Gewerbeanmeldung (pdf, 142 KB)

Informieren Sie sich über weitere Unterlagen im Einzelfall online auf der Website der Münchner Gewerbehörde:
www.muenchen.de

Tel.: 089 233-96030

 

Gewerbe persönlich nach Terminvereinbarung anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Implerstraße 11, 81371 München
online Terminvereinbarung

Gewerbe per Post oder per Email anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Ruppertstr. 19, 80466 München
Email: gewerbemeldung.kvr@muenchen.de

 

2. Schritt: Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung: Gründung einer Personengesellschaft / -gemeinschaft" auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten. Wichtig: Im Gegensatz zur Gewerbeanmeldung müssen Sie für das Finanzamt nur einen Fragebogen für die GbR als Personengesellschaft ausfüllen.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Zusammengefasst: Eine Zuteilung der Steuernummer und eine umsatzsteuerliche Erfassung können erst dann erfolgen, wenn der ausgefüllte Fragebogen zusammen mit den erforderlichen Unterlagen beim Finanzamt vorliegt. Die Steuernummer benötigen Sie, um Rechnungen stellen zu können.

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Wie melden Freiberufler eine GbR an?

Als zukünftige*r Freiberufler*in melden Sie Ihre unternehmerische Tätigkeit beim Finanzamt an.

Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung: Gründung einer Personengesellschaft / -gemeinschaft" auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten. Wichtig: Sie müssen für das Finanzamt nur einen Fragebogen für die GbR als Personengesellschaft ausfüllen.

Das Finanzamt erteilt Ihnen nach Prüfung des Fragebogens eine Steuernummer für Ihre unternehmerische Tätigkeit. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen. Sie sind sich nicht sicher, ob es sich bei Ihre geplanten Tätigkeit nicht doch um Gewerbe handelt? Oder qualifiziert sich ein*e Gesellschafter*in der GbR nicht für die Freien Berufe, sondern für eine Gewerbe? Hier nachlesen

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Mehr zu Rechtsformen erfahren Sie hier

Wer hilft mir beim Businessplan?

Schreiben Sie Ihren Businessplan selbst und holen Sie sich dann Feedback von passenden Branchenexpert*innen oder Gründungsinitiativen ein. Sie als Selbständige*r tragen die volle unternehmerische Verantwortung für Ihren Businessplan sowie die dort beschriebenen Annahmen, Planungen und Entscheidungen. Für Feedback können Branchenverbände eine wertvolle Anlaufstelle sein.

Welche Angebote gibt es für Gründerinnen?

In der Rubrik " Tipps für Gründerinnen" haben wir Informationen zu Beratung und Coaching, Finanzierung und Förderung sowie Netzwerke und Wettbewerbe mit einem Fokus auf Gründerinnen zusammengestellt.

Internationales

Was ist eine A1-Bescheinigung?

Wenn Sie beruflich vorübergehend in einem EU-Land, in Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz tätig sind müssen Sie immer eine A1-Bescheinigung mit sich führen. Sie ist der Nachweis über Ihren bestehenden Sozialversicherungsschutz
in Deutschland. Dies gilt unabhängig von der Dauer Ihrer Dienst- oder Geschäftsreise. Für andere Länder können andere Bescheinigungen notwendig sein. Wo die A1-Bescheinigung  beantragt werden kann, hängt meist von der Art der Krankenversicherung (gesetzlich oder privat ab) ab. Genaue Informationen finden Sie bei der Deutschen Rentenversicherung.

Mobile Gastronomie 

Bezirksinspektion

Die fünf Bezirksinspektionen Mitte, Süd, West, Ost und Nord sind in den Münchner Stadtbezirken verteilt. Sie unterstehen dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) und gehören zur Hauptabteilung III "Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz ".

Die Bezirksinspektionen sind unter anderem zuständig für den Vollzug des Gaststättenwesens, unterstützen beim Vollzug der Gewerbeordnung sowie von sicherheits- und ordnungsrechtlichen Vorschriften. Hier werden auch werden auch grundsätzliche Themen zum Beispiel die Freiluftgastronomie, die Sperrzeitregelung oder die Lebensmittelüberwachung und die Gaststättentechnik behandelt. Bei Fragen zu den Vorgaben zum Umgang mit fetthaltigem Abwasser aus Gastronomie und Lebensmittelverarbeitung wenden Sie sich an die Münchner Stadtentwässerung.  Bei Fragen zur Gewerbeabfallentsorgung ist der Abfallwirtschaftsbetrieb München Ihr Ansprechpartner.

Die Bezirksinspektionen sind auch für die Erlaubnis einer Sondernutzung zuständig. Eine Sondernutzung liegt vor, wenn öffentlicher Straßengrund über den Gemeingebrauch (Gehen, Fahren, Parken) hinaus genutzt wird. Zu den besonders häufig nachgefragte Sondernutzungen zählen das Aufstellen von mobiler Gastronomie wie beispielsweise Foodtrucks, Warenauslage, Pflanzgefäße, Sitzgelegenheiten oder Fahrradständer vor Geschäften, Verkaufstände für Obst, Blumen, Maroni, gebrannte Nüsse, Kunsthandwerk oder Tagszeitungen. Auch ein Werbeverkaufsstand in der Altstadt-Fußgängerzone fällt unter die Sondernutzung.

Welche Bezirksinspektion ist die richtige?

Entscheidend ist immer in welchem Stadtbezirk Sie die geplante Tätigkeit ausüben möchten.

Für die Stadtbezirke

1, 2, 3 - Bezirksinspektion Mitte

6, 7, 8, 17, 18, 19, 20 - Bezirksinspektion Süd

9, 21, 22, 23, 25 - Bezirksinspektion West

5, 13, 14, 15, 16 - Bezirksinspektion Ost

4, 10, 11, 12, 24 - Bezirksinspektion Nord

So finden Sie die zuständige Bezirksinspektion für Ihren Stadtbezirk: 

Im München Portal erhalten Sie auf jeder Themenseite der Bezirksinspektion unten ein Suchfeld. Dort  geben Sie die Straße und sofern vorhanden die Hausnummer ein, unter der Sie Ihre geplante Tätigkeit ausüben möchten. Anschließend wird nach einem Klick auf das Feld „Weiter“ die passende Bezirksinspektion wiederum ganz unten auf der Seite angezeigt.

Nach der Gründung

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Welche Angebote gibt es für Gründerinnen?

In der Rubrik " Tipps für Gründerinnen" haben wir Informationen zu Beratung und Coaching, Finanzierung und Förderung sowie Netzwerke und Wettbewerbe mit einem Fokus auf Gründerinnen zusammengestellt.

Nebenerwerb

Selbständig machen als Studierende oder Azubi - worauf muss ich achten?

Viele Studierende und Auszubildende, die beitragsfrei in der Familienversicherung der Eltern krankenversichert sind, möchten diesen Status auch bei einer Selbständigkeit beibehalten. Worauf Sie achten müssen, erklären wir in unserem Beitrag Gründung im Nebenerwerb.

Ich bin noch nicht 18 Jahre - kann ich mich selbständig machen?

Als minderjährig gilt, wer das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Minderjährige gelten im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) als beschränkt geschäftsfähig und dürfen eine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit nur unter bestimmten Voraussetzungen (§ 112 Absatz 1des BGB ) starten:

  1. Ermächtigung des gesetzlichen Vertreters, in der Regel der Eltern
  2. Genehmigung des Familiengericht

Das Familiengericht prüft vor Erteilung der Genehmigung ob Sie die für den Betrieb eines Unternehmens erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen. Hintergrund ist unter anderem, dass der Minderjährige davor geschützt werden soll, unbedarft Verpflichtungen einzugehen, die ihm oder ihr erheblichen finanziellen Schaden bereiten können. Wenn die Genehmigung vorliegt, können Sie mit voller rechtlicher Verantwortung die üblichen mit einem Unternehmen verbundenen Geschäfte für das Unternehmen ausführen - von steuerlichen Verpflichtungen bis hin zu Verträgen mit Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden. Ausnahmen gibt es für spezielle Geschäfte wie beispielsweise die Aufnahme eines Kredits, der Erwerb einer Immobilie oder die Erteilung von Prokura.

Informationen & Kontakte

IHK Offenbach: Gewerbeausübung durch Minderjährige

Familiengericht im Amtsgericht München

 

Netzwerk

Welche Angebote gibt es für Gründerinnen?

In der Rubrik " Tipps für Gründerinnen" haben wir Informationen zu Beratung und Coaching, Finanzierung und Förderung sowie Netzwerke und Wettbewerbe mit einem Fokus auf Gründerinnen zusammengestellt.

Private Absicherung

Was ist eine A1-Bescheinigung?

Wenn Sie beruflich vorübergehend in einem EU-Land, in Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz tätig sind müssen Sie immer eine A1-Bescheinigung mit sich führen. Sie ist der Nachweis über Ihren bestehenden Sozialversicherungsschutz
in Deutschland. Dies gilt unabhängig von der Dauer Ihrer Dienst- oder Geschäftsreise. Für andere Länder können andere Bescheinigungen notwendig sein. Wo die A1-Bescheinigung  beantragt werden kann, hängt meist von der Art der Krankenversicherung (gesetzlich oder privat ab) ab. Genaue Informationen finden Sie bei der Deutschen Rentenversicherung.

Wann bin ich scheinselbständig?

Nicht immer sind Selbständige auch tatsächlich selbständig. Müssen sie wie Angestellte im Beschäftigungsverhältnis handeln, gelten sie als scheinselbständig und sind also tatsächlich abhängig beschäftigt. Die Abgrenzung zwischen einer echten Selbständigkeit und einer abhängigen Beschäftigung ist oft schwierig. Kriterien dafür sind im Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht und Steuerrecht zu finden. Es können empfindliche Strafen drohen.

Informieren Sie sich vorab:

Recht & Verträge

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Kleinunternehmen, Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung

Was ist ein Kleinunternehmen?

Ein Kleinunternehmen ist keine eigene Rechtsform oder festgelegte Unternehmensform. Der Begriff wird in der Umgangssprache häufig verwendet.  Viele Gründer*innen verbinden damit eine selbständige Tätigkeit ohne eigene Beschäftigte, einem geringen Risiko, einem kleineren Management- und Verwaltungsaufwand und einem überschaubaren Umsatz.  Das alles kann zutreffen, muss es aber nicht. Um eine Vorstellung zu gewinnen, was ein Kleinunternehmen ist, ist die Definition der Europäischen Kommission für die sogenannten kleinen und mittleren Unternehmen interessant. Diese legt genaue Größenschwellen fest, die nicht unbedingt „klein“ sind.

In der Geschäftswelt relevanter sind dagegen die Fachbegriffe Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung. Beide haben thematisch nichts miteinander zu tun haben, werden aber häufig verwechselt:

Habe ich ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe haben Sie dann, wenn Sie ein Gewerbe anmelden und sich als Einzelunternehmer*in selbständig machen und mit weniger als 60.000 Euro Gewinn und weniger als 600.000 Euro Umsatz im Jahr rechnen. Sie sind damit von den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, kurz HGB und der Eintragspflicht in das Handelsregister befreit.
⇒ Für Sie gilt das Bürgerliche Gesetzbuch, kurz BGB.
⇒ Zur Gewinnermittlung gegenüber dem Finanzamt reicht eine einfache Buchführung mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus.

Ein wichtiger Aspekt beim Kleingewerbe ist also die Art der Gewinnermittlung. Überschreiten Sie als gewerbliches Einzelunternehmen die oben genannte Gewinn- oder Umsatzschwelle, dann müssen Sie Ihren Gewinn nach der doppelten Buchführung ermitteln und das beinhaltet auch die jährliche Erstellung einer Bilanz sowie einer Gewinn- und Verlustrechnung. Damit verbunden ist auch eine Eintragung im Handelsregister.

Der Begriff Kleingewerbe sagt nichts darüber aus, ob Sie in Ihren Rechnungen Umsatzsteuer ausweisen oder die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.

Viele kleine Unternehmen werden auch nicht als Kleingewerbe bezeichnet, da Sie beispielsweise in einem Freien Beruf tätig sind. Für Freiberufler*innen gilt in der Regel die einfache Buchführung und zwar unabhängig von Betriebsgröße, Umsatz und Gewinn.

Ich will die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen - wie mache ich das?

Sie planen eine Selbständigkeit als Gewerbe oder im Freier Beruf und rechnen im Gründungsjahr mit weniger als 22.000 Euro Brutto-Jahresumsatz? Dann können Sie im Formular zur Anmeldung beim Finanzamt, dem sogenannten Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, ankreuzen, dass Sie die Kleinunternehmer-Regelung nach dem Umsatzsteuergesetzt, kurz UStG in Anspruch nehmen möchten. Sie weisen dann keine Umsatzsteuer in Ihren Rechnungen aus und begründen dies beispielsweise mit dem abgedruckten Hinweis: „Gemäß § 19 Abs. 1 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“ Da Sie keine Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen, können Sie auch nicht selbst gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt als Vorsteuer erstattet bekommen.

Tipp: Die Gesamtumsatzgrenze von 22.000 Euro enthält bereits die Umsatzsteuer und bezieht sich immer auf ein ganzes Kalenderjahr. Wer mit der Selbständigkeit während des Jahres startet, muss den voraussichtlichen Umsatz also auf zwölf Monate hochrechnen.

Die Links zu Praxisbeispielen und FAQs zur Kleinunternehmerregelung finden Sie unter "Betriebliche Steuern".

Rechtsformwahl

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Wie melden Gewerbetreibende eine GbR an?

Sie planen zu zweit oder mit weiteren Partnern eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, kurz GbR, zu gründen?

So melden Gewerbetreibende die GbR bei den Behörden an:

1. Schritt: Gewerbeanmeldung bei der Gewerbebehörde

Für die Gewerbeanmeldung ist die Stadt- oder Gemeindeverwaltung (Gewerbe- und Ordnungsamt) zuständig, bei der Sie künftig Ihren Betriebssitz haben werden. In der Stadt München wenden Sie sich an das Gewerbeamt im Kreisverwaltungsreferat (KVR). Nutzen Sie für die Gewerbeanmeldung das Formular "Gewerbeanmeldung" und bei Bedarf unsere Ausfüllhilfe mit Erläuterungen für jedes Feld der Gewerbeanmeldung.

Wichtig: Jede*r Gesellschafter*in füllt eine eigene Gewerbeanmeldung aus und nennt im Feld 1 des Formulars die Namen der anderen Gesellschafter. Die Gewerbeanmeldung kostet pro Gesellschafter*in 50 Euro.

Grundsätzlich besteht Gewerbefreiheit in Deutschland. Aber: Es gibt erlaubnispflichtige und überwachungsbedürftige Gewerbe , für die Sie besondere Unterlagen oder eine Erlaubnis benötigen. Für zulassungspflichtige Gewerbe im Handwerk benötigen Sie eine Zulassung der Handwerkskammer. Daneben gibt es im Handwerk zulassungsfreie und handwerksähnliche Tätigkeiten oder solche, die überhaupt nicht dem Handwerk zuzuordnen sind.

Zu den benötigten Unterlagen für eine Gewerbeanmeldung zählen unter anderem:

  • Vollständig ausgefülltes Formular Gewerbeanmeldung
  • Personalausweis oder Reisepass in Kopie
  • bei ausländischen Staatsangehörigen (ausgenommen EU-Länder):  gültige Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit in Kopie
  • bei Bevollmächtigung: eine schriftliche Vollmacht und Ausweis des Vollmachtgebers sowie des Bevollmächtigten in Kopie
  • bei Minderjährigen: Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (bei nebenberuflicher Tätigkeit) oder Genehmigung des Vormundschaftsgerichts (bei hauptberuflicher Tätigkeit)
  • bei im Handels-, Vereins- oder Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen: ein Registerauszug (mit allen Eintragungen) in Kopie
  • bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten: Kopie der Erlaubnis
  • bei Betrieb eines Vollhandwerkes: Kopie der Handwerkskarte

Die Anmeldung muss vor oder gleichzeitig mit Beginn der Tätigkeit erfolgen.

Die Gewerbebehörde bescheinigt den Empfang der Gewerbeanzeige mit dem sogenannten Gewerbeschein. Diese Bescheinigung besagt nicht, dass Sie zur Ausübung dieses Gewerbes berechtigt sind und ersetzt somit auch nicht eine etwaige erforderliche Erlaubnis.

Gewerbeanmeldung (pdf, 145 KB)

Ausfüllhilfe Gewerbeanmeldung (pdf, 142 KB)

Informieren Sie sich über weitere Unterlagen im Einzelfall online auf der Website der Münchner Gewerbehörde:
www.muenchen.de

Tel.: 089 233-96030

 

Gewerbe persönlich nach Terminvereinbarung anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Implerstraße 11, 81371 München
online Terminvereinbarung

Gewerbe per Post oder per Email anmelden:
Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung III, Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz, Gewerbemeldungen
Ruppertstr. 19, 80466 München
Email: gewerbemeldung.kvr@muenchen.de

 

2. Schritt: Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung: Gründung einer Personengesellschaft / -gemeinschaft" auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten. Wichtig: Im Gegensatz zur Gewerbeanmeldung müssen Sie für das Finanzamt nur einen Fragebogen für die GbR als Personengesellschaft ausfüllen.

Nach Prüfung Ihres Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und gegebenenfalls weiterer Unterlagen wird das Finanzamt Ihnen eine eigene Steuernummer für Ihre  freiberufliche Tätigkeit mitteilen. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Zusammengefasst: Eine Zuteilung der Steuernummer und eine umsatzsteuerliche Erfassung können erst dann erfolgen, wenn der ausgefüllte Fragebogen zusammen mit den erforderlichen Unterlagen beim Finanzamt vorliegt. Die Steuernummer benötigen Sie, um Rechnungen stellen zu können.

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Wie melden Freiberufler eine GbR an?

Als zukünftige*r Freiberufler*in melden Sie Ihre unternehmerische Tätigkeit beim Finanzamt an.

Anmeldung der unternehmerischen Tätigkeit beim Finanzamt

Innerhalb eines Monats nach Eröffnung des Betriebs beziehungsweise nach Aufnahme der Tätigkeit müssen Sie spätestens das Finanzamt informieren.

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, richtet sich grundsätzlich danach, wo Sie Ihre Einkünfte erzielen. In München wenden Sie sich an das Finanzamt München. Die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt papierlos, da alle Fragebögen zur steuerlichen Erfassung nur noch online über das Dienstleistungsportal der Finanzverwaltung, dem sogenannten ELSTER-Portal, zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt registrieren Sie sich unter www.elster.de  - die Registrierung ist einmalig, kostenfrei und erfordert keine Software-Installation.

Im zweiten Schritt erhalten Sie aus Sicherheitsgründen in einem zweistufigen Verfahren per E-Mail und per Post Ihre Zugangsdaten. Damit schließen Sie den Registrierungsvorgang ab.

Nun haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Benutzer-Konto unter der Rubrik „Formulare & Leistungen > Alle Formulare“ den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung: Gründung einer Personengesellschaft / -gemeinschaft" auszufüllen und elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Füllen Sie den Fragebogen sehr sorgfältig aus, Ihre Antworten haben weitreichende Konsequenzen. Holen Sie sich bei Bedarf Beratung und Unterstützung von Steuerfachleuten. Wichtig: Sie müssen für das Finanzamt nur einen Fragebogen für die GbR als Personengesellschaft ausfüllen.

Das Finanzamt erteilt Ihnen nach Prüfung des Fragebogens eine Steuernummer für Ihre unternehmerische Tätigkeit. Diese Steuernummer brauchen Sie, um Rechnungen zu stellen.

SchmuckbildAnleitung zur Anmeldung beim Finanzamt (PDF, MB)

 

Finanzamt München: Fragebögen für die steuerliche Erfassung

Finanzamt München: Ansprechpartner für Gründer*innen

Finanzamt München: steuerliche Infos für Gründer*innen

Mein ELSTER Portal: Anleitung zum Fragebogen für die steuerlichen Erfassung

Existenzgründungsportal BMWi: Finanzamt

 

Tipp

Kalkulieren Sie für die Registrierung im ELSTER-Portal bis zu zwei Wochen. Sobald Sie über ELSTER Ihren „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt eingereicht haben, kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Steuernummer erhalten. Starten Sie daher die Registrierung im ELSTER-Portal noch vor allen weiteren Gründungsschritten. Bei technischen Schwierigkeiten mit ELSTER erreichen Sie die Hotline hier. Allgemeine Auskünfte erhalten Sie über das Service-Telefon des Finanzamts hier. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie an den*die Steuerberater*in Ihrer Wahl.

Tipp

Starten Sie mit einer freiberuflichen Tätigkeit, wird das Finanzamt häufig einen Nachweis der fachlichen Qualifikation wie beispielsweise ein abgeschlossenes Studium oder ein  gleichwertiger Berufsabschluss anfordern. Um die Prüfung Ihres Fragebogens durch das Finanzamt zu beschleunigen, können Sie diese Unterlagen bereits bei der Anmeldung bereit stellen.

Welcher Beruf tatsächlich zu den Freien Berufen gehört, ist nicht immer leicht festzustellen. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob Ihre Tätigkeit aus Sicht des Steuerrechts freiberuflich oder gewerblich ist. Es kommt immer wieder vor, dass die Anmeldungen von (vermeintlichen) Freiberufler*innenn bei den Finanzämtern ohne nähere Prüfung akzeptiert werden. Betroffene Personen gehen dann ebenso häufig wie fälschlich von einer Anerkennung als Freiberufler aus. Wenn Sie sich trotz Unsicherheit als freiberuflich (im Steuerdeutsch: selbstständig) bei Finanzamt anmelden, so ist dies unschädlich, so lange nicht eine Betriebsprüfung nachträglich ein Gewerbe feststellt. Es kann sehr teuer werden, wenn Sie nachträglich als Gewerbetreibenden einstuft werden und dann Gewerbesteuer nachzahlen müssen. Sie sind sich nicht sicher, ob es sich bei Ihre geplanten Tätigkeit nicht doch um Gewerbe handelt? Oder qualifiziert sich ein*e Gesellschafter*in der GbR nicht für die Freien Berufe, sondern für eine Gewerbe? Hier nachlesen

Im Einzelfall  kann es auch vorkommen, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit akzeptiert, während das Gewerbeamt aus Sicht des Gewerberechts eine Gewerbeanmeldung fordert. So liegt beispielsweise eine freiberufliche unterrichtende Tätigkeit aus der Sicht der Gewerbebehörden nur dann vor, wenn Sie für die Ausübung der Tätigkeit einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss nachweisen können.

Weitere Schritte

Prüfen Sie, ob Sie sich bei weiteren Institutionen und Behörden wie den Trägern der Sozialversicherung melden müssen, ob Sie amtliche Genehmigungen und Erlaubnisse benötigen und welche Gesetze und Verordnungen für Ihre unternehmerische Praxis wichtig sein können.

Mehr zu Rechtsformen erfahren Sie hier

Standort-Suche

Bezirksinspektion

Die fünf Bezirksinspektionen Mitte, Süd, West, Ost und Nord sind in den Münchner Stadtbezirken verteilt. Sie unterstehen dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) und gehören zur Hauptabteilung III "Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz ".

Die Bezirksinspektionen sind unter anderem zuständig für den Vollzug des Gaststättenwesens, unterstützen beim Vollzug der Gewerbeordnung sowie von sicherheits- und ordnungsrechtlichen Vorschriften. Hier werden auch werden auch grundsätzliche Themen zum Beispiel die Freiluftgastronomie, die Sperrzeitregelung oder die Lebensmittelüberwachung und die Gaststättentechnik behandelt. Bei Fragen zu den Vorgaben zum Umgang mit fetthaltigem Abwasser aus Gastronomie und Lebensmittelverarbeitung wenden Sie sich an die Münchner Stadtentwässerung.  Bei Fragen zur Gewerbeabfallentsorgung ist der Abfallwirtschaftsbetrieb München Ihr Ansprechpartner.

Die Bezirksinspektionen sind auch für die Erlaubnis einer Sondernutzung zuständig. Eine Sondernutzung liegt vor, wenn öffentlicher Straßengrund über den Gemeingebrauch (Gehen, Fahren, Parken) hinaus genutzt wird. Zu den besonders häufig nachgefragte Sondernutzungen zählen das Aufstellen von mobiler Gastronomie wie beispielsweise Foodtrucks, Warenauslage, Pflanzgefäße, Sitzgelegenheiten oder Fahrradständer vor Geschäften, Verkaufstände für Obst, Blumen, Maroni, gebrannte Nüsse, Kunsthandwerk oder Tagszeitungen. Auch ein Werbeverkaufsstand in der Altstadt-Fußgängerzone fällt unter die Sondernutzung.

Welche Bezirksinspektion ist die richtige?

Entscheidend ist immer in welchem Stadtbezirk Sie die geplante Tätigkeit ausüben möchten.

Für die Stadtbezirke

1, 2, 3 - Bezirksinspektion Mitte

6, 7, 8, 17, 18, 19, 20 - Bezirksinspektion Süd

9, 21, 22, 23, 25 - Bezirksinspektion West

5, 13, 14, 15, 16 - Bezirksinspektion Ost

4, 10, 11, 12, 24 - Bezirksinspektion Nord

So finden Sie die zuständige Bezirksinspektion für Ihren Stadtbezirk: 

Im München Portal erhalten Sie auf jeder Themenseite der Bezirksinspektion unten ein Suchfeld. Dort  geben Sie die Straße und sofern vorhanden die Hausnummer ein, unter der Sie Ihre geplante Tätigkeit ausüben möchten. Anschließend wird nach einem Klick auf das Feld „Weiter“ die passende Bezirksinspektion wiederum ganz unten auf der Seite angezeigt.

Steuern & Buchführung

Wo finde ich Fachleute zu Steuer-, Rechts- oder Versicherungsfragen?

Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.

 

Was ist der Unterschied zwischen Steuer-ID, Steuernummer und Umsatzsteuer-ID?
    • Die Steuer-ID (steuerliche Identifikationsnummer) besteht aus 11 Ziffern, sie ist personenbezogen, gilt ein Leben lang und wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben
    • Die Steuernummer besteht aus 10 bis 11 Ziffern, die meist durch zwei Schrägstriche getrennt werden. Sie wird von Ihrem zuständigen Finanzamt im Rahmen der steuerlichen Erfassung erteilt zum Beispiel wenn Sie Arbeitnehmer*in sind oder freiberuflicher bzw. gewerbliche tätig werden. Es ist möglich, mehrere Steuernummer zu haben, zum Beispiel wenn Sie angestellt sind und nebenbei selbständig arbeiten.
    • Die Umsatzsteuer-ID (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, USt-IdNr.) beginnt mit dem EU-Länderkürzel, DE für Deutschland, gefolgt von bis zu zwölf Ziffern. Sie wird Unternehmer*innen zusätzlich zur oben genannten Steuernummer für ihre gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit erteilt und zwar vom Bundeszentralamt für Steuern. Gründer*innen können die Umsatzsteuer-ID auch im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beantragen. Sie ist für die Abwicklung von Geschäften zwischen Unternehmen in verschiedenen Ländern der Europäischen Union wichtig.

Schmuckbild

Steuern und Buchführung

 

 

Kleinunternehmen, Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung

Was ist ein Kleinunternehmen?

Ein Kleinunternehmen ist keine eigene Rechtsform oder festgelegte Unternehmensform. Der Begriff wird in der Umgangssprache häufig verwendet.  Viele Gründer*innen verbinden damit eine selbständige Tätigkeit ohne eigene Beschäftigte, einem geringen Risiko, einem kleineren Management- und Verwaltungsaufwand und einem überschaubaren Umsatz.  Das alles kann zutreffen, muss es aber nicht. Um eine Vorstellung zu gewinnen, was ein Kleinunternehmen ist, ist die Definition der Europäischen Kommission für die sogenannten kleinen und mittleren Unternehmen interessant. Diese legt genaue Größenschwellen fest, die nicht unbedingt „klein“ sind.

In der Geschäftswelt relevanter sind dagegen die Fachbegriffe Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung. Beide haben thematisch nichts miteinander zu tun haben, werden aber häufig verwechselt:

Habe ich ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe haben Sie dann, wenn Sie ein Gewerbe anmelden und sich als Einzelunternehmer*in selbständig machen und mit weniger als 60.000 Euro Gewinn und weniger als 600.000 Euro Umsatz im Jahr rechnen. Sie sind damit von den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, kurz HGB und der Eintragspflicht in das Handelsregister befreit.
⇒ Für Sie gilt das Bürgerliche Gesetzbuch, kurz BGB.
⇒ Zur Gewinnermittlung gegenüber dem Finanzamt reicht eine einfache Buchführung mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus.

Ein wichtiger Aspekt beim Kleingewerbe ist also die Art der Gewinnermittlung. Überschreiten Sie als gewerbliches Einzelunternehmen die oben genannte Gewinn- oder Umsatzschwelle, dann müssen Sie Ihren Gewinn nach der doppelten Buchführung ermitteln und das beinhaltet auch die jährliche Erstellung einer Bilanz sowie einer Gewinn- und Verlustrechnung. Damit verbunden ist auch eine Eintragung im Handelsregister.

Der Begriff Kleingewerbe sagt nichts darüber aus, ob Sie in Ihren Rechnungen Umsatzsteuer ausweisen oder die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.

Viele kleine Unternehmen werden auch nicht als Kleingewerbe bezeichnet, da Sie beispielsweise in einem Freien Beruf tätig sind. Für Freiberufler*innen gilt in der Regel die einfache Buchführung und zwar unabhängig von Betriebsgröße, Umsatz und Gewinn.

Ich will die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen - wie mache ich das?

Sie planen eine Selbständigkeit als Gewerbe oder im Freier Beruf und rechnen im Gründungsjahr mit weniger als 22.000 Euro Brutto-Jahresumsatz? Dann können Sie im Formular zur Anmeldung beim Finanzamt, dem sogenannten Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, ankreuzen, dass Sie die Kleinunternehmer-Regelung nach dem Umsatzsteuergesetzt, kurz UStG in Anspruch nehmen möchten. Sie weisen dann keine Umsatzsteuer in Ihren Rechnungen aus und begründen dies beispielsweise mit dem abgedruckten Hinweis: „Gemäß § 19 Abs. 1 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“ Da Sie keine Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen, können Sie auch nicht selbst gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt als Vorsteuer erstattet bekommen.

Tipp: Die Gesamtumsatzgrenze von 22.000 Euro enthält bereits die Umsatzsteuer und bezieht sich immer auf ein ganzes Kalenderjahr. Wer mit der Selbständigkeit während des Jahres startet, muss den voraussichtlichen Umsatz also auf zwölf Monate hochrechnen.

Die Links zu Praxisbeispielen und FAQs zur Kleinunternehmerregelung finden Sie unter "Betriebliche Steuern".

Themen-Check

Wer hilft mir beim Businessplan?

Schreiben Sie Ihren Businessplan selbst und holen Sie sich dann Feedback von passenden Branchenexpert*innen oder Gründungsinitiativen ein. Sie als Selbständige*r tragen die volle unternehmerische Verantwortung für Ihren Businessplan sowie die dort beschriebenen Annahmen, Planungen und Entscheidungen. Für Feedback können Branchenverbände eine wertvolle Anlaufstelle sein.

Was ist eine A1-Bescheinigung?

Wenn Sie beruflich vorübergehend in einem EU-Land, in Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz tätig sind müssen Sie immer eine A1-Bescheinigung mit sich führen. Sie ist der Nachweis über Ihren bestehenden Sozialversicherungsschutz
in Deutschland. Dies gilt unabhängig von der Dauer Ihrer Dienst- oder Geschäftsreise. Für andere Länder können andere Bescheinigungen notwendig sein. Wo die A1-Bescheinigung  beantragt werden kann, hängt meist von der Art der Krankenversicherung (gesetzlich oder privat ab) ab. Genaue Informationen finden Sie bei der Deutschen Rentenversicherung.

Selbständig machen als Studierende oder Azubi - worauf muss ich achten?

Viele Studierende und Auszubildende, die beitragsfrei in der Familienversicherung der Eltern krankenversichert sind, möchten diesen Status auch bei einer Selbständigkeit beibehalten. Worauf Sie achten müssen, erklären wir in unserem Beitrag Gründung im Nebenerwerb.

Ich bin noch nicht 18 Jahre - kann ich mich selbständig machen?

Als minderjährig gilt, wer das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Minderjährige gelten im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) als beschränkt geschäftsfähig und dürfen eine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit nur unter bestimmten Voraussetzungen (§ 112 Absatz 1des BGB ) starten:

  1. Ermächtigung des gesetzlichen Vertreters, in der Regel der Eltern
  2. Genehmigung des Familiengericht

Das Familiengericht prüft vor Erteilung der Genehmigung ob Sie die für den Betrieb eines Unternehmens erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen. Hintergrund ist unter anderem, dass der Minderjährige davor geschützt werden soll, unbedarft Verpflichtungen einzugehen, die ihm oder ihr erheblichen finanziellen Schaden bereiten können. Wenn die Genehmigung vorliegt, können Sie mit voller rechtlicher Verantwortung die üblichen mit einem Unternehmen verbundenen Geschäfte für das Unternehmen ausführen - von steuerlichen Verpflichtungen bis hin zu Verträgen mit Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden. Ausnahmen gibt es für spezielle Geschäfte wie beispielsweise die Aufnahme eines Kredits, der Erwerb einer Immobilie oder die Erteilung von Prokura.

Informationen & Kontakte

IHK Offenbach: Gewerbeausübung durch Minderjährige

Familiengericht im Amtsgericht München

 

Bezirksinspektion

Die fünf Bezirksinspektionen Mitte, Süd, West, Ost und Nord sind in den Münchner Stadtbezirken verteilt. Sie unterstehen dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) und gehören zur Hauptabteilung III "Gewerbeangelegenheiten und Verbraucherschutz ".

Die Bezirksinspektionen sind unter anderem zuständig für den Vollzug des Gaststättenwesens, unterstützen beim Vollzug der Gewerbeordnung sowie von sicherheits- und ordnungsrechtlichen Vorschriften. Hier werden auch werden auch grundsätzliche Themen zum Beispiel die Freiluftgastronomie, die Sperrzeitregelung oder die Lebensmittelüberwachung und die Gaststättentechnik behandelt. Bei Fragen zu den Vorgaben zum Umgang mit fetthaltigem Abwasser aus Gastronomie und Lebensmittelverarbeitung wenden Sie sich an die Münchner Stadtentwässerung.  Bei Fragen zur Gewerbeabfallentsorgung ist der Abfallwirtschaftsbetrieb München Ihr Ansprechpartner.

Die Bezirksinspektionen sind auch für die Erlaubnis einer Sondernutzung zuständig. Eine Sondernutzung liegt vor, wenn öffentlicher Straßengrund über den Gemeingebrauch (Gehen, Fahren, Parken) hinaus genutzt wird. Zu den besonders häufig nachgefragte Sondernutzungen zählen das Aufstellen von mobiler Gastronomie wie beispielsweise Foodtrucks, Warenauslage, Pflanzgefäße, Sitzgelegenheiten oder Fahrradständer vor Geschäften, Verkaufstände für Obst, Blumen, Maroni, gebrannte Nüsse, Kunsthandwerk oder Tagszeitungen. Auch ein Werbeverkaufsstand in der Altstadt-Fußgängerzone fällt unter die Sondernutzung.

Welche Bezirksinspektion ist die richtige?

Entscheidend ist immer in welchem Stadtbezirk Sie die geplante Tätigkeit ausüben möchten.

Für die Stadtbezirke

1, 2, 3 - Bezirksinspektion Mitte

6, 7, 8, 17, 18, 19, 20 - Bezirksinspektion Süd

9, 21, 22, 23, 25 - Bezirksinspektion West

5, 13, 14, 15, 16 - Bezirksinspektion Ost

4, 10, 11, 12, 24 - Bezirksinspektion Nord

So finden Sie die zuständige Bezirksinspektion für Ihren Stadtbezirk: 

Im München Portal erhalten Sie auf jeder Themenseite der Bezirksinspektion unten ein Suchfeld. Dort  geben Sie die Straße und sofern vorhanden die Hausnummer ein, unter der Sie Ihre geplante Tätigkeit ausüben möchten. Anschließend wird nach einem Klick auf das Feld „Weiter“ die passende Bezirksinspektion wiederum ganz unten auf der Seite angezeigt.

Über uns

Gründungsvorhaben in der Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei

Bei Gründungsvorhaben in der Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei sind die Landesanstalten für Landwirtschaft , Wein- und Gartenbau, Wald- und Forstwirtschaft sowie das Institut für Fischerei und die jeweiligen Branchenverbände Ihre Ansprechpartner.

Schnell den richtigen Ansprechpartner finden:

Gründungen aus dem Ausland und Niederlassung in München eröffnen
  • Sie sind bereits selbständig und möchten eine Niederlassung in München eröffnen?
  • Sie leben im Ausland und möchten in München ein Unternehmen gründen?

Schnell den richtigen Ansprechpartner finden

Die folgenden Anlaufstellen und Ansprechpartner stehen Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung:

Einheitlicher Ansprechpartner für Unternehmen (EAP) der Stadt München

Der Einheitliche Ansprechpartner (EAP) bietet Beratung auf Deutsch und Englisch und beantwortet Fragen, wie: Welche Formen der Niederlassung sind möglich? Wer kann mir bei der Errichtung der Niederlassung helfen? Zur Webseite

Telefon +49 89 233-22070 | E-Mail: eap@muenchen.de

IHK für München und Oberbayern

Invest in Bavaria - Die Ansiedlungsagentur des Freistaats Bayern

Invest in Bavaria unterstützt Unternehmen aus dem In- und Ausland beim Auf- und Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit in Bayern. Mit dem „Ois Easy“ Start-up Paket hilft Invest in Bavaria gezielt Start-ups aus dem Ausland, welche eine neue Niederlassung bzw. ein neues Büro in Deutschland eröffnen möchten. Zur Webseite

Frau Katrin Beck | Telefon +49 89 24210-7510 | E-Mail: katrin.beck@invest-in-bavaria.com

Germany Trade and Invest - Investorenleitfaden Deutschland

Unternehmensgründung, Finanzierung & Förderung, Unternehmenssteuern und arbeitsrechtliche Reglungen in Deutschland: Schritt für Schritt erläutert die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland den Ansiedlungsprozess in Deutschland und beantwortet die alltäglichen Fragen auf Ihrem Weg zu Ihrer Niederlassung in Deutschland. Zur Webseite

Rechtsanwalts-Suchdienste

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Versicherungen

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Das Münchner Gründungsbüro bietet keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung an und darf auch keine Fachleute vorschlagen.

In der Rubrik Ansprechpartner haben wir verschiedene Suchmöglichkeiten nach Experten und Expertinnen für Sie zusammengestellt.

Im Rahmen von Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen ergibt sich häufig die Möglichkeit, andere Gründerinnen und Gründer nach ihren Erfahrungen zu Fachleuten zu befragen. Eine Auswahl an Terminen finden Sie in der Rubrik Events.