Imbisswagen, Foodtrucks und Co.
Sie planen in München eine berufliche Selbständigkeit mit einem mobilen Gastronomieangebot? Beispielsweise mit einem Foodtruck, mobilen Imbiss- oder Verkaufswagen, -anhänger, -stand, -fahrrad oder einem Kaffee-/Getränkemobil? Gründer*innen mit einem stationären gastronomischen Betrieb wie zum Beispiel Imbissbude, Café, Bar oder Restaurant finden hier die passende Gründungsinfo.
Hier erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Schritte von der Idee zur Umsetzung sowie passenden Ansprechpartner*innen:
Für die Gründung und den Betrieb eines mobilen Gastronomieangebots müssen Sie Vorschriften aus verschiedenen Rechtsbereichen beachten. Hier finden Sie eine Übersicht:
1. Grundsätzliche Melde- und Registrierungspflichten
- Gewerbeanmeldung und damit automatisch Registrierung als Lebensmittelunternehmen
- Anmeldung beim Finanzamt
- Selbstfahrer: Fahrerlaubnis für Kfz, eventuell um zusätzliche Führerscheinklassen erweitert
Wann greift das Gaststättenrecht?
Bieten Sie Speisen und Getränke nicht nur zum Mitnehmen, sondern auch zum Verzehr direkt vor Ort an, kann der Verkaufswagen als Gaststätte eingestuft werden und unterliegt damit dem Gaststättenrecht.
- Erlaubnispflichtig ist ein Gaststättengewerbe dann, wenn alkoholische Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle angeboten werden.
- Bei Fragen hierzu wenden Sie sich an das Kreisverwaltungsreferat, Tel. 089 233- 45134, Email gaststaetten.kvr@muenchen.de
2. Das Reisegewerbe: Wann brauche ich eine Reisegewerbekarte?
Im Gegensatz zu einem stehenden Gewerbe erfordert ein Reisegewerbe grundsätzlich keine klassische Gewerbeanmeldung, sondern eine behördliche Erlaubnis – die Reisegewerbekarte nach den Paragrafen 55 fort folgende der Gewerbeordnung (GewO). Hierunter fällt das Anbieten von Waren und Leistungen auf Straßen oder Plätzen, beispielsweise von mobilen, nicht ortsfesten Verkaufsständen aus. Die Münchner Gewerbebehörde informiert, dass für einen mobilen Imbiss (ohne Alkoholausschank) in der Regel eine Reisegewerbekarte erforderlich ist.
Voraussetzungen für die Erteilung:
- Nachweis der persönlichen Zuverlässigkeit (Auskünfte Bundes- und Gewerbezentralregister)
- Gilt bei der Abgabe von alkoholfreien Getränken und zubereiteten Speisen mit Verzehr vor Ort.
- Sonderfall Alkohol: Beim Ausschank von alkoholischen Getränken wird zusätzlich eine Gestattung nach Paragraf 12 Gaststättengesetz benötigt. Diese kann die Behörde nur bei einem besonderen Anlass erteilen.
- Gut zu wissen: Die Reisegewerbekarte ist personenbezogen, nicht übertragbar und gilt im gesamten Bundesgebiet. Bei einer GbR benötigt jede Gründungsperson eine eigene Karte. Bei juristischen Personen wie GmbH oder UG muss der oder die Geschäftsführer*in die Reisegewerbekarte beantragen.
- Das IHK-Merkblatt „Reisegewerbe“ informiert über weitere Details.
Ausnahmen: Wann das Reisegewerbe nicht greift
Reisegewerbekartenfreie Tätigkeiten werden durch die Paragrafen 55a und §55b GewO geregelt. Keine Reisegewerbekarte benötigen Sie beispielsweise bei:
- Regelmäßigen Standplätzen: Wenn Sie Ihren mobilen Verkaufsstand in regelmäßigen, kürzeren Zeitabständen an derselben Stelle parken oder aufbauen (Vertrieb von Lebensmitteln).
- Festgesetzten Märkten: Die Teilnahme an sogenannten „festgesetzten“ Märkten gehört nicht zum Reisegewerbe. Wer einen Marktstand auf einem festgesetzten Wochen- oder Jahrmarkt eröffnen will, benötigt eine normale Gewerbeanmeldung sowie die Marktzuweisung des Veranstalters.
- Das IHK-Merkblatt „Reisegewerbe“ informiert über weitere Details.
Wer ist für den Antrag zuständig?
Die Zuständigkeit richtet sich nach Ihrem Wohn- bzw. Firmensitz:
- Gewerbebehörde der Stadt München: Zuständig für Einzelunternehmen oder GbR mit Hauptwohnsitz in München sowie für GmbHs oder UGs mit Firmensitz in München.
- Landratsamt München: Zuständig bei Wohnsitzen (natürliche Personen) oder Betriebssitzen (juristische Personen) im Landkreis München.
3. Schulungs- und Belehrungspflichten
Bevor Sie starten, müssen Sie und Ihr Personal wichtige Nachweise im Bereich Gesundheit und Hygiene erbringen. Zu den Pflichten zählen:
- Belehrung nach Paragraf 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG)
Diese gesundheitliche Erstbelehrung ist für jeden verpflichtend, der mit Lebensmitteln arbeitet. Sie erhalten die Bescheinigung nach einer Schulung beim Gesundheitsamt – das ist in München das Referat für Gesundheit und Umwelt – oder von einer dort beauftragten Ärztin oder einem Arzt. - Schulung nach Paragraf 4 Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV)
Diese Schulung ist Pflicht, wenn Sie mit leicht verderblichen Lebensmitteln umgehen. Dazu gehören beispielsweise Fleisch, Wurst- und Fischwaren, Krusten-, Schalen- und Weichtiere, rohe Eierspeisen, Mayonnaisen, Feinkostsalate, Rohmilch, Milch, Milchprodukte, Sahnetorten, Backwaren mit nicht durchgebackener Füllung, Rohkostsalate, Obstsalate, Sprossen. Die Lebensmittelhygieneschulung wird von verschiedenen Dienstleistern angeboten. Verschiedene Dienstleister bieten die Lebensmittelhygieneschulung an. Die örtliche IHK verweist auf das Weiterbildungs-Informations-System der DIHK Service GmbH und damit auf die IHK Akademie München. - Wichtig: Denken Sie unbedingt daran, auch Ihr Personal vor Arbeitsbeginn entsprechend zu schulen und zu belehren!
Eigenkontrolle nach dem HACCP-Konzept
Jedes Lebensmittelunternehmen ist gesetzlich dazu verpflichtet, ein funktionierendes HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Points) zur Eigenkontrolle einzuführen. Dieses System dokumentiert alle kritischen Punkte wie zum Beispiel die lückenlose Einhaltung der Kühlkette und muss bei einer Lebensmittelkontrolle jederzeit vorgelegt werden können.
- Unterstützung und Vorlagen: Die Onlinehilfe für Lebensmittelhygiene der IHK bietet Ihnen eine schnelle und aktuelle Übersicht aller wichtigen Themen, mit Tipps und Checklisten zum Download.
- Informationen und Beratung: Weitere fachliche Informationen halten die Lebensmittelkontrolle der Stadt München und Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands e.V. bereit. Die IHK München bietet eine Beratung zu Produktsicherheit und Lebensmittelsicherheit an.
4. Sonderfall: Eigene Herstellung und Handwerksrecht
Wollen Sie Produkte selbst herstellen, nutzen Sie unsere Hinweise zu Rahmenbedingungen, Praxis-Tipps und Kontakten. Prüfen Sie außerdem, ob die Tätigkeit dem Lebensmittelhandwerk zugeordnet wird. In diesem Fall müssen Sie sich bei der Handwerkskammer für München und Oberbayern informieren, ob Sie eine Erlaubnis benötigen.
- Beispiele für erlaubnispflichtige Produkte: Torten, Kuchen, Pralinen, Schokolade, Kleingebäck wie Cupcakes, Cookies, Macarons, Speiseeis, Brot, Fleisch- und Wurstwaren oder Bier.
- Beispiele für erlaubnisfreie Produkte: Crêpes und Waffeln, Pizza, das reine Aufbacken von Teigrohlingen sowie die Herstellung von Marmeladen, Schokofrüchten und Likör.
5. Besonderheiten im Steuerrecht
Neben dem Gewerbe-, Gaststätten- und Hygienerecht gelten für mobile Gastronomen spezielle steuerliche Regelungen. Zu beachten sind hierbei besonders das Umsatzsteuerrecht, das Führen eines Umsatzsteuerhefts, auch für Kleinunternehmer*innen, die lückenlose Belegführung, eine exakte Kostenaufstellung sowie die korrekte Unterscheidung zwischen dem ermäßigten Umsatzsteuersatz und dem Regelsteuersatz.
Wenn Sie ein mobiles Gastronomieangebot betreiben möchten, müssen Sie die lebensmittel- und brandschutzrechtlichen Vorgaben beachten.
1. Lebensmittelrecht und Hygiene
Die Münchner Bezirksinspektionen informieren Sie über alle Auflagen. Dort erhalten Sie spezielle Merkblätter für Foodtrucks, Imbisswagen, Verkaufsräder sowie mobile und feste Stände. Nachstehend eine Auswahl:
- Anforderungen an Foodtrucks und ortsveränderliche Imbisse (PDF, 87 KB)
- Anforderungen an Lebensmittelstände auf Märkten und Festen (PDF, 138 KB)
- Betriebliche Eigenkontrolle (PDF, 94 KB)
- Pflicht zur Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln (PDF, 62 KB)
- Kennzeichnung von Allergenen und Zusatzstoffen in der Speisekarte (PDF, 266 KB)
Tipp: Nutzen Sie auch die Onlinehilfe für Lebensmittelhygiene der IHK mit Tipps und Checklisten.
Wichtiger Hinweis zur Wasserversorgung: In der Vergangenheit wurden 80 Prozent aller Wasserproben aus Imbissbetrieben ohne festen Wasseranschluss wegen Keimen beanstandet. Sie sind verpflichtet, sich vorab von der Lebensmittelüberwachung Ihrer Bezirksinspektion zum Thema Wasseranschluss und Wasserversorgung beraten zu lassen! Erste Informationen bietet das Merkblatt Wasseranschluss für ortsfeste Imbiss – und Verkaufsstände (PDF, 67 KB).
2. Bauliche und technische Ausstattung
Die grundlegenden allgemeinen baulichen und spezifischen hygienischen Anforderungen an das Herstellen, Behandeln und in den Verkehr bringen von Lebensmitteln sind im Anhang II der EU- Verordnung (EG) Nr. 852/2004 festgelegt und in der DIN 10500 konkretisiert.
Dazu gehören:
- Schutz vor Umwelt: Sicherung der Lebensmittel vor Staub, Schmutz, Sonne und Schädlingen.
- Kühlung und Lagerung: Lückenlose, temperaturkontrollierte Lagerung der Ware.
- Infrastruktur: Getrennte Frisch- und Abwasserführung, leicht zu reinigende Innenräume sowie ausreichende Be- und Entlüftung.
- Personal-Hygiene: Vorrichtungen zum hygienischen Waschen und Trocknen der Hände sowie Sanitäreinrichtungen für Mitarbeiter*innen.
Sonderregelung bei Alkoholausschank (Gaststättenrecht): Sobald Sie Alkohol zum Verzehr vor Ort ausschenken, greift das Gaststättenrecht. In diesem Fall ist eine fest installierte Toilettenanlage für Gäste gesetzlich vorgeschrieben.
3. HACCP-Eigenkontrolle und amtliche Prüfungen
Als Unternehmer*in tragen Sie die volle Verantwortung für die Lebensmittelsicherheit. Sie müssen ein wirksames und gut dokumentiertes HACCP und Eigenkontrollsystem (Hazard Analysis and Critical Control Points) einrichten, um für geordnete Betriebsabläufe und Lebensmittelsicherheit zu sorgen.
- Eine schnelle Übersicht sowie praktische Tipps und fertige Checklisten zum Download finden Sie in der Onlinehilfe für Lebensmittelhygiene der IHK.
- Die Einhaltung der Betriebshygiene, Produkthygiene und Personalhygiene wird in München durch die städtische Lebensmittelüberwachung überprüft.
- Führen Sie alle HACCP-Dokumente und Eigenkontroll-Unterlagen stets direkt in Ihrer Verkaufseinrichtung mit.
4. Die zuständige Bezirksinspektion finden
Welche Behörde für Sie vor Ort verantwortlich ist, hängt vom Standort Ihres Betriebs ab. Unsere FAQ informiert Sie im Detail über die Aufgaben der fünf Münchner Bezirksinspektionen Mitte, Süd, West, Ost und Nord.
5. Brandschutzrechtliche Vorgaben
Neben der Hygiene ist der Brandschutz der wichtigste Sicherheitsfaktor für Ihre mobile Verkaufsstätte. Die Branddirektion München informiert Sie im München-Portal umfassend über den vorbeugenden Brandschutz im Gastgewerbe sowie die offizielle Brandschutzprüfung und die regelmäßige Feuerbeschau. Betreiben Sie in Ihrem Foodtruck Geräte mit Propangas oder Butan wie Gasbräter, Friteusen oder Kochfelder, muss die Flüssiggasanlage von Sachkundigen geprüft und bescheinigt werden. Das Ergebnis muss in einer offiziellen Prüfbescheinigung dokumentiert werden
6. Checkliste: Weitere wichtige Themen für den Start
Gehen Sie vor dem Start auch folgende Punkte systematisch durch:
- Fahrzeug und Technik: Zulassung bei der Kfz-Behörde, Feinstaubplakette, Umweltzone), Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer, Haupt- und Abgasuntersuchung, Gasprüfung, gegebenenfalls die offizielle Abnahme von Fahrzeuganbauten, -umbauten und -änderungen inklusive Gas- und Elektroinstallationen
- Nachhaltigkeit und Müll: Verpackungsregister LUCID, gegebenenfalls zusätzlich Lizenzierung der Verpackungen bei einem Dualen System, Verbot von Einwegkunststoffen, allgemeine Abfallentsorgung, fachgerechte Speiseabfallentsorgung, Abwasser und Mehrwegsystemen im Münchner Raum
- Betrieb und Infrastruktur: Praxishilfen der Berufsgenossenschaft für Foodtrucks, Strom- und Wasserversorgung, Witterungsschutz (Sonne/Regen), GEMA, Rundfunkbeitrag sowie die korrekte Allergenkennzeichnung auf der Speise- und Getränkekarte.
Der Verkaufsstandort: Wo darf ich stehen?
Öffentlicher Raum: Straßen, Wege, Plätze und Fußgängerzonen
Gemäß § 20 Abs. 6 Sondernutzungsrichtlinien der Landeshauptstadt München wird für Imbiss-und Verkaufsstände, –wägen, –fahrräder und ähnliches, wie auch Foodtrucks auf öffentlichem Grund keine Erlaubnis außerhalb von Veranstaltungen erteilt.
- Privatgrund: Mobile Gastronomie dürfen Sie daher nur auf Privatgrund während der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten betreiben, informiert die Bezirksinspektion. Holen Sie dazu eine privatrechtliche Genehmigung bei der Eigentümerin oder dem Eigentümer des Grundstücks ein.
- Ausnahme Veranstaltungen: Bei Straßenfesten oder Christkindlmärkten kann mobile Gastronomie für die Dauer der Veranstaltung zugelassen werden.
- Zuständig für die Prüfung und Erteilung dieser Sondernutzungserlaubnisse sind die Bezirksinspektionen.
- Pilotphase für Foodtrucks: Auf Basis eines Stadtratsbeschlusses läuft eine zweijährige Pilotphase. Die Bezirksinspektionen können hierbei ausnahmsweise Foodtrucks (ohne Alkoholausschank) auf geeigneten öffentlichen Plätzen außerhalb des Altstadtrings genehmigen. Die Sondernutzungserlaubnis wird nach festgelegten Kriterien für jeweils sechs Monate erteilt. Bei mehreren Interessenten für einen Standplatz entscheidet das Los. Die Nutzung ist gebührenpflichtig. Details zu den Kriterien und dem Antragsverfahren können der Stadtrats-Sitzungsvorlage entnommen werden. Für aktuelle Informationen zum Verfahren wenden Sie sich direkt an die Bezirksinspektionen.
Besondere städtische Areale (Stadt München)
- Isarauen und Flaucheranlagen: Mobile Verkaufsstände wie beispielsweise Coffee Bikes, Imbiss- und Verkaufsstände, -wägen, und – fahrräder werden aus diesen Gründen nicht zugelassen. Eine Ausnahme können Betreiber*innen von Eisfahrrädern zum Verkauf von Speiseeis in der Waffel in den heißen Sommermonaten unter Vorlage eines Hygienekonzeptes beim Kreisverwaltungsreferat – Bezirksinspektion beantragen. Der Verkauf von verpacktem Speiseeis ist generell nicht erlaubt.
- Städtische öffentliche Grünanlagen, Spielplätze, Parks: Gemäß § 2 Abssatz 2 Grünanlagensatzung der Landeshauptstadt München sind in den Grünanlagen gewerbliche Aktivitäten aller Art sowie das Durchführen von Veranstaltungen aller Art untersagt. Die Satzung listet die Grünanlagen, sortiert nach Stadtbezirken, auf. Zuständig ist das Baureferat und hier die Hauptabteilung Gartenbau.
Staatliche Parkanlagen (Freistaat Bayern)
- Englischer Garten: Kontaktieren Sie die Verwaltung des Englischen Gartens München per Email an gvenglischergarten@ bsv.bayern.de für weitere Informationen zur gewerblichen Nutzung des Englischen Gartens.
- Hofgarten München: Kontaktieren Sie die Verwaltung per Email an ResidenzMuenchen@bsv.bayern.de
- Schlosspark Nymphenburg: Kontaktieren Sie die Verwaltung per Email an sgvnymphenburg@bsv.bayern.de
Privatflächen und Veranstaltungen
- Privat– und Firmengelände: Erlaubnis des Besitzers des Grundstücks erforderlich, beispielsweise Supermärkte, Firmenparkplätze für Firmenfeste, Mittagskantine oder private Flächen bei Feierlichkeiten (Catering)
- Märkte, Festivals, Messen, Sportveranstaltungen: Bewerbung um einen Standplatz und Zulassung über den Veranstalter. Informationen und Kontakte auf der Seite Standort und Räume im Kapitel „Standort auf Märkten, Festen, Messen und Ausstellungen“.
- Weitere Flächen recherchieren: Nutzen Sie auf unserer Seite Standort und Räume im Kapitel „Schritt 1: Passende Fläche finden“ die bereitgestellten Links für Ihre Suche.
- Branchen-Netzwerke und Online-Plattformen informieren zur Foodtruck-Branche, Festivals und Standplätzen.
Standplatz außerhalb der Betriebszeiten
Neben den Verkaufsstandorten wird ein geeigneter Platz benötigt, um den Wagen abzustellen, wenn dieser nicht in Betrieb ist (mit Stromversorgung und Wasser- und Abwasseranschluss).
Standort für stationäre Lager- und Kühlflächen, Produktionsstätten
Falls die komplette Lagerung, Kühlung und Produktion der Lebensmittel nicht in der mobilen Verkaufsstätte stattfindet, sondern ausgelagert wird, müssen auch diese festen Flächen allen lebensmittelrechtlichen und hygienischen Anforderungen entsprechen.
- Gewerbliche Küchen könnten sich Gründer*innen beispielsweise mit Restaurants, Cafés oder auch Kantinen teilen.
- Private Küchen erreichen in der Regel nicht den nötigen Hygienestandard, um den Anforderungen des Lebensmittelrechts gerecht zu werden. Die Bezirksinspektionen informieren über die Einschränkungen bei Lebensmittelbetrieben in Privatwohnungen (PDF, 71 KB).
Wichtiger Hinweis zum Baurecht
Planen Sie, einen mobilen Verkaufsstand über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten oder regelmäßig an exakt demselben Standort zu betreiben? Wenden Sie sich in diesem Fall zuerst an die Lokalbaukommission im Referat für Stadtplanung und Bauordnung. Nach der baurechtlichen Genehmigung durch diese Behörde können Sie die weiteren Schritte gehen.
1. Konzept-Check beim KVR
Reichen Sie Ihr gastronomisches Konzept für eine erste Begutachtung per E-Mail bei der Grundsatzabteilung der Gewerbebehörde ein: lebensmittel.kvr@muenchen.de
2. Der Businessplan
Ein sorgfältig ausgearbeiteter und kritisch durchdachter Businessplan mit einem aussagekräftigen Text- und Zahlenteil ist eine wichtige Grundlage für Ihren erfolgreichen Start in die Selbständigkeit. Branchenverbände wie beispielsweise der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. können mit einem ersten kostenfreien Gründungs-Check sowie weiterer Beratung, Seminaren, Fachinformationen, Vertragsmustern oder Sonderkonditionen für Versicherungen, Energie oder Einkauf unterstützen.
3. Rechtliche und organisatorische Vorgaben
Als Gastronom*in müssen Sie sich frühzeitig mit verschiedenen Pflichten vertraut machen. Denken Sie insbesondere an:
- Personal und Recht: Arbeitsschutz , Arbeitsrecht, Schichtplanung sowie Vertretungsregelungen bei Krankheit oder Urlaub.
- Finanzen: Buchhaltungspflichten, Steuern, insbesondere Umsatzsteuer, und ein passendes Kassensystem.
- Absicherung: Gesetzliche Unfallversicherung, Sozialversicherungen und betriebliche Versicherungen.
- Betrieb im Alltag: Jugendschutz, Öffnungszeiten, Preisangaben sowie die korrekte Kennzeichnung von Allergenen und Zusatzstoffen.
- Gebühren und Lizenzen: GEMA, ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (früher GEZ).
- Kundenbindung: Ein durchdachtes Marketing.
Hier finden Sie die wichtigsten Ansprechpartner in der Münchner Stadtverwaltung und städtischen Gesellschaften auf einen Blick:
Kreisverwaltungsreferat (KVR) – Bezirksinspektionen
Gewerbeangelegenheiten, Lebensmittelüberwachung, Gaststättenrecht sowie Sondernutzungen im öffentlichen Raum
- Themen: Anforderungen an Betriebshygiene, Produktionshygiene, Personalhygiene, betriebliche Eigenkontrolle, Lebensmittelkennzeichnung, Lebensmittelkontrolle, Beratung zu Wasseranschluss und Wasserversorgung, Erlaubnis für Alkoholausschank, Öffnungszeiten, Sondernutzungserlaubnis für öffentlichen Grund, Standplätzen in der Münchner Innenstadt für Verkaufsstände für Obst, Blumen, Maroni, gebrannte Nüsse
- Kontakt: Welche der fünf Bezirksinspektionen für Sie zuständig ist, hängt vom Standort Ihres Betriebs ab.
Kreisverwaltungsreferat (KVR) – Gewerbeamt
Gewerbe-Anmeldung, Reisegewerbe-Erlaubnis
- Themen: Gewerbe-Anmeldung, Gewerbe-Ummeldung und Gewerbe-Abmeldung, Ausstellung des Gewerbescheins, Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister und Beantragung Führungszeugnis, Reisegewerbe-Karte
- Kontakt: Nachricht über das Kontaktformular senden
Kreisverwaltungsreferat (KVR) – Branddirektion
Vorbeugender Brandschutz, Brandschutzprüfung und regelmäßige Feuerbeschau.
- Themen: Beratung zum vorbeugenden Brandschutz im Gastgewerbe, Durchführung der regelmäßigen, behördlichen Feuerbeschau.
- Kontakt: Ansprechpartner*innen (PDF, 599 KB) oder Nachricht per Email an bfm.brandschutzpruefung@muenchen.de senden
Kreisverwaltungsreferat (KVR) – Fahrzeugzulassungs- und Fahrerlaubnisbehörde
Straßenzulassung Ihres Verkaufsfahrzeugs.
- Themen: Anmeldung und Zulassung von Foodtrucks, Verkaufsanhängern und Sonderfahrzeugen.
- Kontakt: Nachricht über das Kontaktformular senden
Gesundheitsreferat
Erstbelehrung bei gewerbsmäßigem Umgang mit Lebensmitteln
- Themen: Durchführung und Nachweis der verpflichtenden Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz (ehemals: Gesundheitszeugnis) für Sie und Ihr Personal.
- Kontakt: Nachricht per Email an lebensmittelbelehrung.gsr@muenchen.de senden
Referat für Stadtplanung und Bauordnung – Lokalbaukommission (LBK)
Baurechtliche Genehmigungen, Nutzungsänderung
- Themen: Beratung zu Neubau, Umbau oder eine Nutzungsänderung einer baulichen Anlage, Prüfung bautechnischer Nachweise und Brandschutznachweise
- Kontakt: Nachricht per Email an plan.ha4-beratungszentrum@muenchen.de senden
Baureferat – Gartenbau
Städtische Grünanlagen, Spielplätze, Parks
- Themen: Die Grünanlagenaufsicht des Baureferates überwacht die Einhaltung der städtischen Bestimmungen in den öffentlichen städtischen Grünanlagen.
- Kontakt: Nachricht per Email an anlagenaufsicht.gartenbau@muenchen.de senden
- Hinweis: Der Englische Garten und der Nymphenburger Schlosspark werden vom Freistaat verwaltet. Zuständig ist die Bayerische Schlösser- und Gartenverwaltung.
Kommunalreferat – Eigenbetrieb Märkte München
Vergabe von Standplätzen auf den städtischen Lebensmittelmärkten
- Themen: Bewerbung für einen festen oder rotierenden Standplatz auf dem Viktualienmarkt, Markt am Elisabethplatz, Markt am Wiener Platz und Pasinger Viktualienmarkt, den über 40 Wochen- und Bauernmärkte im Münchner Stadtgebiet sowie dem Blumengroßmarkt und der Gärtnerhalle.
- Kontakt: Nachricht per Email an wochenmaerkte-mm@muenchen.de senden
- Hinweis: Der städtische Newsletter Service informiert über aktuelle Angebote und Ausschreibungen.
Referat für Arbeit und Wirtschaft – Fachbereich Veranstaltungen
Münchens traditionelle Märkte und Feste
- Themen: Bewerbung für einen Stellplatz auf den drei Auer Dulten (Maidult, Jakobidult, Kirchweihdult), dem Oktoberfest mit der Oidn Wiesn, Christkindlmarkt am Marienplatz, der Stadtgeburtstag
- Kontakt: Nachricht per Email an veranstaltungen.raw@muenchen.de senden
- Hinweis: Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen erhalten Sie im München-Portal.
Abfallwirtschaftsbetrieb München
Restmüllentsorgung, Speiseabfallentsorgung, Mülltrennung und das Münchner Mehrweggebot
- Themen: Beratung und Anschluss an die gewerbliche Speiseabfall– und Restmüllentsorgung, Einhaltung der Gewerbeabfallverordnung, Umsetzung des Münchner Mehrweggebots, Verbot von Einwegkunststoffen.
- Kontakt: Nachricht per Email an awm@muenchen.de senden
Stadtwerke München (SWM)
Infrastruktur, Strom- und Wasseranschlüsse für dauerhafte und temporäre Standplätze
- Themen: Beantragung von dauerhaften Stromanschlüssen oder temporärem Event- und Baustrom für Verkaufsflächen.
- Kontakt: Nachricht per Email an hausanschluss@swm.de senden
Münchner Stadtentwässerung
Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung und Fettabscheider
- Themen: Beantragung von dauerhaften oder temporären Kanalanschlüssen, Genehmigung der Grundstücksentwässerungsanlage und Vorgaben zum Umgang mit fetthaltigem Abwasser
- Kontakt: Nachricht per Email an kundenservice.mse@muenchen.de senden